Als Leitungskraft nehmen Sie in der Kita eine Schlüsselposition ein.
Um den steigenden Anforderungen und der Komplexität der Aufgaben zu begegnen und gleichzeitig Ihre Führungsqualität zu steigern, bedarf es neuer Kompetenzen für Sie als Kita Leitung. Finden Sie Ihre passende Leitungsqualifizierung zur Stärkung und Weiterentwicklung Ihrer Position. Jede Qualifizierung schließt mit einem Zertifikat ab.
Umfang: 10 Tage/ 80 Stunden
Ziele/ Nutzen:
Sprache bildet die Basis für die sozial-emotionale, motorische und kognitive Entwicklung von Kindern. Der Ansatz der alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung für alle Kinder vom 1. Lebensjahr bis zum Schuleintritt bietet einen ressourcenorientierten Blick auf Sprachentwicklung sowie kindliche Sprachaneignungsprozesse. Sprachbildung wird als Querschnittsaufgabe verstanden, die sich quer durch den pädagogischen Alltag im feinfühligen Dialog mit dem Kind vollzieht. Hierbei bezieht sich die Sprachentwicklung auf verbale und nonverbale Kommunikationsmöglichkeiten und den individuellen Verlauf der einzelnen Kinder. Die Teilnehmenden dieser Qualifizierung durchlaufen einen Lernprozess, um mit der neuen Anforderung als Sprachfachkraft umgehen zu können und die Sprachentwicklung von Kindern optimal zu beobachten, zu dokumentieren, zu unterstützen und zu begleiten. Sie reflektieren ihren eigenen Sprachgebrauch, schaffen eine sprachanregende Atmosphäre und fungieren als Sprachvorbild. Darüber hinaus lernen die Teilnehmenden qualifiziert und selbstbewusst zu argumentieren sowie Eltern und Kolleg*innen zum Thema Sprachentwicklung zu informieren und zu beraten. Ziel ist es, Verbesserungspotential für die eigene Praxis zu identifizieren und die schon vorhandenen Prozesse zu verstetigen.
Diese Weiterbildung ist teilnehmerorientiert und verzahnt hier die aktuellen Bedarfe aus der Praxis mit theoretischem Wissen für die Praxis. Die Arbeit ist unterteilt in Einzel-, Team- und Gruppenarbeit und dient dem Austausch, der Teamentwicklung und der Weiterentwicklung der eigenen Handlungskompetenz. Im Zuge dieser Fortbildungsreihe ist die nachhaltige Umsetzung der gelernten Inhalte ein wesentliche Erfolgsfaktor.
Eigenleistung/ Abschluss mit Zertifikat:
Die Qualifizierung schließt bei regelmäßiger Teilnahme mit einem Zertifikat ab. Die Eigenleistung besteht in der Erarbeitung eines Praxisprojekts zu einem frei wählbaren Thema aus dem Curriculum der Qualifizierung inkl. Präsentation auf dem Abschlusskolloquium.
Inhalt:
Modul 1: Grundlagen und Meilensteine der Sprachentwicklung (2 Tage)
- Die eigene Rolle als Sprachfachkraft – Ziele und Vorstellungen
- Die Bedeutung von Sprache in der kindlichen Entwicklung
- Grundlagen des Spracherwerbs und der Sprachentwicklung (Sprachverständnis - Sprachproduktion)
- Vorsprachliche Entwicklung, Erwerbsstrategien und Eltern-Kind-Interaktion in der Kita erleben und begleiten
- Linguistische Ebenen und Grundlagen der Sprache (Aussprache, Wortschatz, Grammatik, Kommunikation/Pragmatik)
- Sprachentwicklung bei ein- und mehrsprachigen Kindern
- Meilensteine der Sprachentwicklung / Zone der nächsten Entwicklung von der Krippe bis zur Einschulung
- Abgrenzung Förderbedarf von Therapiebedarf
- Fallbeispiele, Einordnung und Austausch sowie Transfer in den Kitaalltag
Modul 2: Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung konkret (2 Tage)
- Bedeutung der Sprachstandserhebung – und Beobachtung
- Reflexion der eingesetzten Sprachbeobachtungsverfahren, Vor- und Nachteile
- Gesetzliche Grundlagen nach dem N-KiTaG zur Sprachbildung und -förderung
- alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung von der Krippe bis zur Einschulung
- Von der Beobachtung und Dokumentation zur differenzierten Sprachförderung
- Dialogische und beziehungsorientierte Grundhaltung
- Eigene Rolle als Sprachvorbild, das eigene Sprachmodell
- Sprachlehrstrategien
- Sprache als Motor: Interessen und Themen der Kinder aufgreifen
- Spezifizierung des eigenen Sprachangebots
- Sprachförderszenarien selber erstellen: planen, durchführen, reflektieren
- Transfer in die eigene Einrichtung
Modul 3: Mehrsprachigkeit begleiten und fördern (2 Tage)
- Reflexion der Transferaufgabe (Modul 2)
- Eigene Mehrsprachigkeit und sprachliche Vielfalt entdecken
- Phänomene und Formen der Mehrsprachigkeit sowie Bedeutung für die Identitätsentwicklung
- Sprachentwicklung bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache
- Umgang mit nichtsprechenden Kindern
- Differenzierte Förderung und gezielte Angebote für mehrsprachige Kinder (Unterstützte Kommunikation, Materialien, spezifische Förderangebote)
- Elternberatung zu Mehrsprachigkeit
- Mehrsprachigkeit als Ressource fördern (sichtbar/hörbar machen)
- Projekte/Aktionen/Raumgestaltung zum Thema Mehrsprachigkeit in der eigenen Einrichtung (Entwicklung einer Transferaufgabe)
Modul 4: Pädagogische Planung und Elternarbeit (2 Tage)
- Reflexion der Transferaufgabe (Modul 3)
- Gemeinsame IST-Stand-Analyse zum Bildungsbereich „Sprache“: Wo können/wollen/sollen wir anfangen und anknüpfen? – Konzeptionsarbeit
- Methoden- und Vielfalts- Check in der Kita (Wo steckt überall Sprache drin? Wie vielfältig / mehrsprachig präsentieren wir unsere Arbeit?)
- Sprachförderliche Umgebung, Sprechanlässe und sprachanregende Räume für Kinder
- Literacy
- Die Bedeutung von Büchern und Erzähltheatern
- Zusammenarbeit mit Eltern
- Formen der Elternarbeit zur Unterstützung der Sprachentwicklung (Elternberatung, Elterngespräche, Elternabende mit fachlichem Input zum Thema Sprache)
- Eltern beraten bei Sprachauffälligkeiten
- Vorbereitung des eigenen Praxisthemas
Modul 5: Transfer in die Praxis – Abschlusskolloquium mit Zertifizierung (2 Tage)
- Präsentation eines eigenen Praxisthemas
- Stärkung und Klärung der Rolle „Sprachfachkraft“ im Kita-Team, Möglichkeiten der Multiplikation und Anregung von Arbeitsprozessen im Team
- Rückblick und Reflexion der eigenen Entwicklungsschritte
- Eigene Ziele und nächste Schritte
- Ressourcenpflege: Welche Ressourcen sind entstanden? Welche Ressourcen helfen bei Hindernissen?
- Evaluation und Nachhaltigkeit
- Würdigung und Abschluss der Seminarreihe
- Zertifizierung
Umfang: 7 Tage/ 56 Stunden
Ziele/ Nutzen:
Elternkooperation ist nicht mehr aus der Kita-Praxis wegzudenken. Sie fordert Eltern und Fachkräfte dazu auf, sich aufeinander einzulassen. Dabei definiert der Begriff „Erziehungspartnerschaft“ die gemeinsame Kooperationsbeziehung als demokratisch, wert- schätzend und respektvoll. Schließlich soll die Kooperation aus der Perspektive aller Beteiligten sinnvoll und passend im Sinne des Kindes gestaltet sein. Gleichzeitig sind Erziehungspartnerschaften dynamische Systeme, die pädagogische Fachkräfte vor spezifische Herausforderungen stellen. Diese Qualifizierung widmet sich den Handlungsfeldern und Gestaltungsräumen von individuellen sowie lebensweltbezogenen Kooperationsbeziehungen mit Eltern:
-
- Stärkung der beruflichen Identität mit der wichtigen Aufgabe der Elternkooperation
- Entwicklung eines systemischen Zugangs zur Elternkooperation
- Einblicke in die Vielfalt von Elternschaften und ihren Kooperationsbedürfnissen
- Reflektion und Weiterentwicklung der eigenen Haltung in Bezug auf unterschiedliche Eltern
- Weiterentwicklung der Kompetenzen in Bezug auf Gesprächsführung und unterschiedliche Beteiligungsformen
- Handlungssicherheit für schwierige Situationen mit Eltern
Eigenleistung/ Abschluss mit Zertifikat:
Die Qualifizierung schließt bei regelmäßiger Teilnahme mit einem Zertifikat ab. Die Eigenleistung besteht in der Erarbeitung eines Praxisprojekts zu einem frei wählbaren Thema aus dem Curriculum der Qualifizierung inkl. Präsentation auf dem Abschlusskolloquium.
Inhalt:
Modul 1: Erziehungspartnerschaft als Ressource (2 Tage)
- Relevanz der Erziehungspartnerschaft
- Rollen- und Aufgabenklärung in Bezug auf Elternarbeit
- Professionelles Nähe-/Distanzverhältnis
- Haltung als wesentlicher Faktor für eine gelingende Erziehungspartnerschaft
- Systemische Zugänge zur Erziehungspartnerschaft
- Vielfalt und Lebenswelten von Elternschaften und Pluralität von Familienformen kennen und wertschätzen
- Gelingende Erziehungspartnerschaft mit allen Eltern
- Grenzen der Elternarbeit: Kinder und Familien in Krisensituationen
Modul 2: Systemisches Handwerkzeug für Elterngespräche (2 Tage)
- Grundlagen der ressourcen- und -lösungsorientierten Gesprächsführung
- Kommunikationskompetenz im Kontext von Elterngespräche
- Individuelle Schwerpunktthemen für Elterngespräche: Eingewöhung, Entwicklung, etc.
- Schwierige Elterngespräche führen
- Wertschätzende Haltung, Lösungsfindung und Erste Hilfe-Strategien bei Konfliktgesprächen
- Professionelle Elternabende gestalten
Modul 3: Elternkooperation partizipativ stärken (2 Tage)
- Beteiligungskultur und Beteiligungsprozesse für Eltern und Kinder
- Die Eingewöhnung als Grundstein der Elternkooperation
- Teilhabe und Teilnahme der Eltern im Kita-Alltag
- Wie lassen sich die Eltern als Partner in das Kita-Geschehen miteinbinden?
- Wie lassen sich Kompetenzen und Informationen der Eltern für die Entwicklung der Kinder sinnvoll nutzen?
- Beteiligungsrechte der Kinder: Beschwerdeverfahren etablieren und Eltern beteiligen
Modul 4: Abschlusskolloquium mit Zertifizierung (1Tag)
- Präsentation eines eigenen Praxisthemas
- Qualitätsentwicklung und Sicherung in der praktischen Anwendung
- Evaluation und Nachhaltigkeit
Umfang: 8 Tage/ 64 Stunden
Ziele/ Nutzen:
Kindertageseinrichtungen sind heute weit mehr als Bildungsorte für Kinder. Sie sind für viele Familien zentrale Anlaufstellen im Alltag und häufig die erste Institution, die Bedarfe, Belastungen und Unterstützungswünsche wahrnimmt. Damit übernehmen Kitas zunehmend eine vermittelnde Rolle zwischen Familien, Bildungssystem und Angeboten im Sozialraum. Im Sinne einer familien- und sozialraumorientierten Kita-Praxis, wie sie im Early-Excellence-Ansatz verankert ist, stehen nicht nur das einzelne Kind, sondern seine Lebenswelt, sein Umfeld und verfügbare Unterstützungsstrukturen im Mittelpunkt. Familien werden als Expert*innen ihrer Kinder verstanden, deren Perspektiven und Erfahrungen eine zentrale Grundlage der pädagogischen Arbeit bilden. Die Zusammenarbeit erfolgt auf Augenhöhe in einem respektvollen, dialogischen Prozess, in dem Vielfalt als Ressource verstanden und einbezogen wird. Kitas verstehen sich als aktive Akteure im Sozialraum, die Familien Orientierung geben und Zugänge zu unterstützenden Netzwerken eröffnen.
Die Qualifizierung „Fachkraft für Familien- und Sozialraumorientierung“ vermittelt pädagogischen Fachkräften Kompetenzen, Familien ressourcenorientiert zu begleiten, Gespräche auch in komplexen Situationen sicher zu führen und Unterstützungsangebote im Sozialraum gezielt nutzbar zu machen. Ziel ist es, die professionelle Handlungssicherheit im Umgang mit vielfältigen Lebenslagen sowie die Orientierung und Teilhabe von Familien zu stärken. Die Teilnehmenden erweitern ihr Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten von Familien, entwickeln eine sichere Gesprächsführung auch in herausfordernden Kontexten und lernen, Netzwerke im Sozialraum systematisch einzubeziehen. Sie stärken ihre Fähigkeit, Eltern als Expert*innen ihrer Kinder einzubinden, Vielfalt als Ressource zu nutzen und ihre Einrichtung familien- und sozialraumorientiert weiterzuentwickeln.
Eigenleistung / Abschluss mit Zertifikat:
Die Qualifizierung schließt bei regelmäßiger Teilnahme mit einem Zertifikat ab.
Als Eigenleistung entwickeln die Teilnehmenden ein Praxisprojekt zu einem selbst gewählten Thema aus den Bereichen Familienorientierung, Beratung oder Sozialraumvernetzung. Die Ergebnisse werden im Rahmen des Abschlusskolloquiums vorgestellt und reflektiert.
Inhalt:
Modul 1 (2 Tage): Familien verstehen – Haltung entwickeln, Vielfalt anerkennen
- Lebenslagen von Familien im gesellschaftlichen Wandel
- Vielfalt von Familienformen und kulturellen Hintergründen
- Early Excellence: Familien als Expert*innen ihrer Kinder
- Ressourcenorientierte und systemische Perspektiven
- Interkulturelle und diskriminierungssensible Grundhaltung
- Erziehungspartnerschaft auf Augenhöhe
- Professionelle Rolle, Nähe und Abgrenzung
Modul 2 (2 Tage): Familien stärken – Beratung, Kommunikation und Empowerment
- Grundlagen systemischer und lösungsorientierter Beratung
- Gesprächsführung in herausfordernden Situationen
- Kultursensible Kommunikation und Sprachbewusstsein
- Umgang mit Sprachbarrieren und unterstützenden Methoden
- Gesprächsführung in herausfordernden Situationen
- Empowerment von Familien
- Grenzen pädagogischer Beratung und Weitervermittlung
Modul 3 (2 Tage): Sozialraum erschließen – Netzwerke und Teilhabe ermöglichen
- Sozialraumorientierung als professionelles Handlungsansatz
- Kita als Brückeninstanz zwischen Familien und Hilfesystemen
- Unterstützungsangebote, Beratungsstellen und Präventionsketten
- Orientierung im Hilfesystem (inkl. Bildung und Teilhabe / Teilhabepaket)
- Netzwerkaufbau und Kooperation im Sozialraum
- Förderung von Elterninitiativen und Selbstorganisation
- Interkulturelle Öffnung von Angeboten und Zugängen
Modul 4 (2 Tage): Familienorientierung nachhaltig gestalten – Konzept und Transfer
- Entwicklung familienorientierter Angebotsstrukturen
- Interkulturell sensible und teilhabeorientierte Konzeptarbeit
- Familienorientierung als Bestandteil von Qualitätsentwicklung
- Transfer in die eigene Einrichtungspraxis
- Präsentation und Reflexion des Praxisprojektes
- Abschluss und Zertifizierung
Umfang: 9 Tage/ 72 Stunden
Ziele/ Nutzen:
Kinder haben das Recht auf ein gewaltfreies und sicheres Aufwachsen. Kindertageseinrichtungen tragen dabei eine besondere Verantwortung, Kinder in ihren Rechten zu stärken, sie vor Grenzverletzungen zu schützen und bei Gefährdungen professionell zu handeln. Kitas als Schutzorte benötigen qualifizierte Fachkräfte, die Kinderschutz nicht nur als gesetzlichen Auftrag verstehen, sondern als festen Bestandteil ihrer pädagogischen Haltung und täglichen Praxis. Gleichzeitig braucht es im Team Klarheit über Zuständigkeiten, Sicherheit im Vorgehen und die Fähigkeit, auch in komplexen Situationen fachlich angemessen zu handeln und Kinder konsequent zu schützen.
In dieser Qualifizierungsreihe erwerben die Teilnehmenden fundiertes Wissen zu Prävention, Intervention und institutionellem Kinderschutz. Ziel ist es, Kinderschutz im pädagogischen Alltag nicht nur anzuwenden, sondern nachhaltig in der Kita zu verankern und aktiv mitzugestalten. Im Mittelpunkt stehen dabei Formen von Gewalt, Machtmissbrauch und Vernachlässigung sowie die Entwicklung eines bewussten, machtsensiblen und beteiligungsorientierten Umgangs mit Kindern. Darüber hinaus werden Wege zur Entwicklung und Weiterentwicklung institutioneller Schutzkonzepte erarbeitet, die im Alltag tragfähig umgesetzt werden können.
Eigenleistung/ Abschluss mit Zertifikat:
Die Qualifizierung schließt bei regelmäßiger Teilnahme mit einem Zertifikat ab. Die Eigenleistung besteht in der Erarbeitung eines selbstgewählten Praxisthemas (z.B. Prozessbegleitung Konzeptarbeit, Elterngespräch, Konzept für Studientag mit Team) inklusive Präsentation.
Inhalt:
Modul 1: Kinderschutz als Auftrag der Kita – Grundlagen und Schutzkonzepte
• Einführung in die Qualifizierungsreihe
• Kinderrechte, Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung
• Kinderschutz als gesetzlicher und pädagogischer Auftrag
• Die Kita als Schutz-, Bildungs- und Beziehungsort
• Professionelle Haltung im Kinderschutz
• Macht, Verantwortung sowie Nähe und Distanz im pädagogischen Alltag
• Einführung in Aufbau und Bestandteile eines Schutzkonzeptes
Modul 2: Intervention im Kinderschutz I – Schutzauftrag professionell umsetzen
• Rechtliche Grundlagen des § 8a SGB VIII
• Wahrnehmung und Einordnung gewichtiger Anhaltspunkte
• Verfahrensabläufe bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
• Dokumentation und Risikoeinschätzung
• Zusammenarbeit mit Leitung, Team und InsoFa
• Handlungssicherheit in komplexen Entscheidungssituationen
Modul 3: Intervention im Kinderschutz II – Im Kontakt bleiben, auch im Konflikt
• Gesprächsführung im Kinderschutzkontext
• Schwierige Elterngespräche vorbereiten und führen
• Umgang mit Widerstand, Abwehr und emotionalen Reaktionen
• Transparenz und Schutzauftrag professionell verbinden
• Deeskalierende Kommunikation
• Praxisorientierte Fallarbeit
Modul 4: Partizipation als Schutzfaktor
• Kinderrechte und Beteiligung im Kita-Alltag
• Partizipation als Grundlage von Prävention
• Selbst- und Mitbestimmungsrechte von Kindern stärken
• Beteiligungsstrukturen entwickeln und reflektieren
• Machtkritische Perspektiven auf pädagogisches Handeln
• Grenzen und Möglichkeiten von Partizipation
Modul 5: Beschwerdeverfahren und Beteiligungskultur
• Beschwerde als Kinderrecht und Schutzinstrument
• Entwicklung kindgerechter Beschwerdewege
• Umgang mit Kritik, Konflikten und Rückmeldungen
• Fehlerfreundlichkeit und Lernkultur in Einrichtungen
• Beteiligungsorientierte Beschwerdebearbeitung
• Beschwerdeverfahren als Bestandteil des Schutzkonzeptes
Modul 6: Sexualpädagogisches Konzept als Bestandteil des Kinderschutzes
• Psychosexuelle Entwicklung von Kindern
• Kindliche Sexualität verstehen und begleiten
• Körper, Grenzen und Selbstbestimmung
• Umgang mit Doktorspielen und Grenzverletzungen
• Prävention sexualisierter Gewalt
• Zusammenarbeit mit Eltern in sensiblen Themenfeldern
Modul 7: Verhaltenskodex und Feedbackkultur entwickeln
• Verhaltenskodex als Orientierung für professionelles Handeln
• Nähe und Distanz im pädagogischen Alltag
• Machtbewusstes und grenzachtendes Handeln
• Umgang mit Grenzverletzungen im Team
• Entwicklung einer konstruktiven Feedbackkultur
• Kinderschutz durch transparente Vereinbarungen
Modul 8: Meine Rolle als Kinderschutzfachkraft in der Kita
• Rollenklärung als Multiplikator*in oder Leitungskraft
• Kinderschutzprozesse im Team begleiten
• Umgang mit Widerständen und Unsicherheiten
• Kinderschutz als Team- und Leitungsaufgabe
• Implementierung von Schutzkonzepten in der Praxis
• Nachhaltige Verankerung einer beteiligungsorientierten Schutzkultur
Modul 9: Transfer in die Praxis – Abschlusskolloquium mit Zertifizierung
• Präsentation der Praxisarbeiten
• Reflexion der eigenen Lern- und Entwicklungsprozesse
• Fachlicher Austausch zu Umsetzungsprojekten
• Kollegiale Beratung und Transferplanung
• Sicherung nachhaltiger Kinderschutzpraxis in der Einrichtung
• Zertifikatsvergabe
.
.
.
Fegördert durch dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie Kofinanziert von der Europäischen Union
Das Projekt „Smart Kita II - digital, attraktiv, resilient“ wird im Rahmen des Programms „Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten – weiter bilden und Gleich-stellung fördern“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
Umfang: 11 Tage/ 88 Stunden
Ziele/ Nutzen:
In der Gestaltung früher Lern- und Lebenswelten spielt neben der Familie die Kindertag- eseinrichtung zunehmend eine zentrale Rolle. Der Ausbau der institutionellen Betreuung der Kinder bis 3 Jahren hat mittlerweile einen anerkannten Stellenwert in der Bildungslandschaft und stellt eine besondere Herausforderung in der Frühpädagogik dar. Sie erfordert vor allem ein neues Fachwissen, welches sich auf aktuelle Erkenntnisse aus der Bindungsforschung, der Entwicklungspsychologie und der Neurobiologie bezieht, sowie eine professionelle Haltung, die sich an den Bedürfnissen und Ressourcen des einzelnen Kindes orientiert. Alles was Kinder in den ersten drei Jahren erfahren, bewältigen und lernen können, nimmt Einfluss auf ihre gesamte weitere Entwicklung. Daher ist neben der fachlichen Qualifizierung ebenso eine Neudefinition der eigenen Rolle als pädagogische Fachkraft in der Arbeit mit Kindern unter drei Jahren von Nöten. Entwicklungsbegleitung hat einen entscheidenden Einfluss auf das, was Kinder in ihrem Selbstbild integrieren, welche Widerstandskräfte und Schutzfaktoren sie implementieren werden.
Eigenleistung/ Abschluss:
Die Qualifizierung schließt mit einem Zertifikat ab. Die Eigenleistung besteht in der Erarbeitung eines selbstgewählten Praxisthemas inklusive Präsentation.
Inhalt:
Modul 1: „Die Fachkraft als sicherer Hafen“
• Biografische Selbstreflexion als Grundlage professionellen Handelns
• Rollen- und Selbstverständnis pädagogischer Fachkräfte
• Entwicklung und Reflexion einer professionellen Haltung
• Bindungs- und Bedürfnisorientierung als zentrale Entwicklungsgrundlage
• Gestaltung kultursensibler Eingewöhnungsprozesse
Modul 2: „Was ist eigentlich „Normal“?“
• Grundlagen der Entwicklungspsychologie
• Verstehen von Verhalten im Sinne „guter Gründe“
• Entwicklung einer ressourcenorientierten Haltung
• Schutzfaktoren und Resilienz im frühen Kindesalter
Modul 3: „Schlüsselsituationen im pädagogischen Alltag“
- Gestaltung von Essenssituationen als Bildungs- und Beziehungssituationen
- Schlaf- und Ruhephasen professionell begleiten
- Begleitung in der Autonomie der Ausscheidungen
- Reflexion und Weiterentwicklung der Angebotskultur
- Förderung von Selbst- und Mitbestimmung sowie Kompetenzerleben in der frühen Kindheit
Modul 4: „Vom Ich zum Wir“
• Sozial-emotionale Entwicklung von Kindern und ihre Bedeutung für die pädagogische Praxis
• Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen (z. B. Kratzen, Beißen, Hauen)
• Die Wirkung unserer (An)Sprache auf das Selbst-Bewusstsein des Kindes
• Spiel als zentraler Entwicklungsraum sozial-emotionaler Kompetenzen
• Gestaltung und Begleitung von Mikrotransitionen im pädagogischen Alltag
Modul 5: „Obacht und Achtung bei der Beobachtung“ – Digitale Unterstützungsmöglichkeiten nutzen und anwenden
• Einsatz digitaler Medien zur Unterstützung von Beobachtungs- und Dokumentationsprozessen im Kita-Alltag
• Professionelle Entwicklungsdokumentation als pädagogisches Instrument
• Portfolioarbeit, das „Buch des Kindes“ und Lerngeschichten als Bildungsdokumentation
Modul 6: „Ohne Eltern geht es nicht“
• Gestaltung professioneller Elterngespräche
• Aufbau und Weiterentwicklung einer tragfähigen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft
.
Modul 7: „Vom Beschützen und Loslassen - Der Übergang zu den Großen“
• Brücken bauen als Gestaltungsaufgabe von päd. Fachkräften
• (Entwicklungs-)Aufgaben im Prozess des Übergangs erkennen und begleiten
• Übergangskompetenzen als zentrale Schutzfaktoren stärken
Modul 8: Praxistransfer – Rückblick auf den eigenen Lernweg
In diesem Modul wird es abschließend um ein selbstgewähltes Praxisthema gehen, das auf ganz individuelle Art präsentiert werden kann. Es wird sich inhaltlich um die Frage drehen:
• „Wie konnten und können wir die Inhalte in der Praxis verankern und umsetzen?“ - Transfer der Weiterbildungsinhalte in die eigene berufliche Praxis
• „Wo wurden/werden Veränderungen sichtbar?“ - Reflexion sichtbarer Veränderungen im pädagogischen Alltag
• Dokumentation des individuellen Lern- und Entwicklungsprozesses der Teilnehmer*innen während der Weiterbildung
• Rückblick auf persönliche und professionelle Entwicklungsschritte
Umfang: 8 Tage/ 72 Stunden
Ziele/ Nutzen:
Digitale Medien sind ein selbstverständlicher Bestandteil der Lebenswelt von Kindern und Familien und damit auch ein Thema frühkindlicher Bildung. Medienbildung in der Kita bedeutet, Kinder in ihrer Auseinandersetzung mit Medien entwicklungsangemessen zu begleiten, zu schützen, ihre Kompetenzen zu stärken und ihnen einen verantwortungsvollen und kreativen Umgang mit Medien zu ermöglichen.
Gleichzeitig stellt die Digitalisierung pädagogische Fachkräfte und Einrichtungen vor neue Aufgaben. Neben der praktischen Medienbildung mit Kindern geht es um die eigene Haltung und Medienkompetenz, die Zusammenarbeit im Team, die Entwicklung einer medienpädagogischen Konzeption sowie die Zusammenarbeit mit Eltern und Familien.
Die Qualifizierung vermittelt fachliche Grundlagen und praxisorientierte Handlungsmöglichkeiten für eine kindorientierte und alltagsintegrierte Medienbildung. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Medium, sondern das Kind mit seinen individuellen Entwicklungs- und Lernprozessen.
Die Teilnehmenden erweitern ihre fachlichen und methodischen Kompetenzen, um Medienbildung entwicklungsorientiert, alltagsintegriert und verantwortungsvoll in der Kita umzusetzen. Sie reflektieren ihre eigene Haltung, entwickeln Handlungssicherheit im Umgang mit digitalen Medien und erarbeiten Ansätze für die Zusammenarbeit mit Team und Eltern.
Eigenleistung / Abschluss mit Zertifikat:
Die Qualifizierung schließt mit einem Zertifikat ab. Die Eigenleistung besteht in der Bearbeitung einer praxisbezogenen Transferaufgabe, die den Transfer der Qualifizierungsinhalte in die eigene pädagogische Praxis unterstützt.
Inhalt:
Modul 1: Pädagogischer Auftrag und Medienbildung
- Medienbildung als Bildungsaufgabe und Kinderrecht
- Entwicklungsorientierte Medienbildung: Das Kind steht im Mittelpunkt
- Medienerfahrungen, Medienhelden und aktuelle Medientrends
- Chancen und Herausforderungen digitaler Medien
- aktuelle pädagogische, psychologische und neurologische Erkenntnisse
- digitale Medien in der Sprachbildung
Modul 2: Team und Einrichtung – Medienbildung gemeinsam entwickeln
- Medienbildung als gemeinsame Aufgabe der Kita
- Reflexion der eigenen Medienbiografie und Haltung
- Eigene Medienkompetenz stärken
- digitale Teamarbeit und Teamkultur
- Datenschutz und rechtliche Grundlagen
- Grundlagen der medienpädagogischen Konzeption
- Verankerung von Medienbildung im pädagogischen Alltag
Modul 3: Medienbildung gestalten – Methoden und Praxis
- Medienbildung als Querschnittsthema im pädagogischen Alltag
- digitale und analoge Bildungsangebote verbinden
- kreative Medienprojekte mit Kindern durchführen
- alltagsintegrierte Methoden der Medienbildung in der Praxis verankern.
- Medienbildung ausgehend von Interessen und Alltagserfahrungen der Kinder
- Partizipation und aktive Mediengestaltung
- Prävention und Schutz im Umgang mit digitalen Medien
Modul 4: Eltern und Familien – Medienbildung gemeinsam gestalten
- Medienerziehung als Teil der Erziehungspartnerschaft
- Zusammenarbeit mit Eltern und Familien
- Eltern informieren, sensibilisieren und beraten
- Gesprächsführung und Kommunikation zu Fragen der Medienerziehung
- Partizipation von Kindern und Eltern
- Beratungs- und Unterstützungsangebote
Nach dem Curriculum zur Qualifizierungsinitiative Praxismentoring des Niedersächsischen Kultusministeriums
Umfang: 9 Tage/ 72 Stunden
Ziele/ Nutzen:
Die Kita als Ausbildungsort spielt eine zentrale Rolle für die Gestaltung der Erzieher*innen-Ausbildung und übernimmt damit eine Mitverantwortung in der Qualifikation zukünftiger Erzieher*innen. Dadurch wird Praxismentoring zu einer wichtigen Tätigkeit, die pädagogische Fachkräfte in den Kitas vor vielfältige und komplexe Aufgaben stellt. Diese Qualifizierung vermittelt fachliche Impulse bezogen auf die fachliche Anleitung, Beratung und Unterstützung von Auszubildenden. Neben der Wissensvermittlung im Rahmen des Praxismentorings stehen die Entwicklung professioneller Gesprächsführung, die gezielte Anleitung in konkreten Praxissituationen sowie die Begleitung der persönlichen und fachlichen Entwicklung zur pädagogischen Fachkraft im Mittelpunkt. Ergänzend werden die relevanten Rahmenbedingungen der Ausbildung sowie rechtliche Grundlagen vermittelt. Wirksame Prozesse und Konzepte im Kita-Alltag für die Integration des Praxismentorings im Kita-Alltag werden vermittelt und erprobt. Nicht zuletzt ist das Praxismentoring im Team und in der Konzeption der Kita zu verankern. Die jeweils regional zuständigen Fachschulen werden an der Durchführung der Qualifizierung beteiligt.
Eigenleistung/ Abschluss:
Die Qualifizierung schließt bei regelmäßiger Teilnahme mit einem Zertifikat ab. Die Eigenleistung besteht in der Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung und Reflexion von zielgerichteten Beratungs- bzw. Reflexionsgesprächen, im Führen eines Lerntagebuchs und Erarbeitung einer Willkommensmappe für Auszubildende.
Inhalt:
Modul 1: Identität als Praxismentorin/Praxismentor entwickeln (1 Tag)
- Klärung des eigenen Rollenverständnisses als Praxismentor*in
- Bedeutung des Praxismentorings für die Qualitätsentwicklung pädagogischer Arbeit im Lernort Praxis
- Reflexion der eigenen Berufsbiografie und des eigenen Handelns als Grundlage professionellen Mentorings
- Kennenlernen unterschiedlicher Stile und Vorgehensweisen im Praxismentoring
- Entwicklung einer vorurteilsbewussten und ressourcenorientierten Haltung in der Begleitung von Auszubildenden
- Gültige Vorgaben und Handlungsempfehlungen für die praktische Ausbildung am Lernort Praxis
- Klärung der Aufgaben, Rollen und Zuständigkeiten der Lernorte Praxis und Schule
- Reflexion eigener Zielsetzungen und Erwartungen im Spannungsfeld von Schule, Kita und Auszubildenden
Modul 2: Praktische Ausbildung planen und begleiten (1 Tag)
- Kompetenz- und ressourcenorientierte Gestaltung der praktischen Ausbildung
- Förderung selbstgesteuerter Lernprozesse durch eine partizipative und entwicklungsorientierte Begleitung der Auszubildenden
- Orientierung an den Dimensionen beruflicher Handlungskompetenz als zentrales Ziel der Ausbildung
- Unterstützung beim Aufbau und der Weiterentwicklung pädagogischer Handlungskompetenz im Praxisalltag
- Vermittlung didaktischer und methodischer Impulse für eine lernförderliche Anleitungssituation
- Entwicklungsfördernde pädagogische Vorgehensweisen und Methoden im Mentoring
- Schulische Ausbildungskonzepte unter Berücksichtigung zugrundeliegender curricularer Vorgaben
Modul 3: Auszubildende in der pädagogischen Arbeit beobachten und beurteilen (1 Tag)
- Bedeutung von Beobachtung und Beurteilung im Kontext des Praxismentorings
- Reflexion subjektiver Wahrnehmung und Entwicklung einer kritisch-reflexiven Haltung im Beobachtungsprozess
- Beobachtung und Dokumentation zur Erfassung von Lern– und Bildungsprozessen
- Fachliche und rechtliche Bestimmungen bei der Beurteilung praktischer Ausbildung
- Bedeutung von Beurteilung als Unterstützung für den Kompetenzerwerb
- Kriterien und Methoden der Formulierung aussagekräftiger und nachvollziehbarer Beurteilungen
Modul 4: Auszubildende beraten (2 Tage)
- Einführung in verschiedene Beratungsansätze und Methoden im Praxismentoring
- Zielsetzung und Bedeutung professioneller Beratungsprozesse in der Ausbildung
- Erkennen von Beratungsbedarfen bei Auszubildenden im Praxisalltag
- Strukturierung und Organisation von Beratungsgesprächen im beruflichen Alltag
- Professionelle Gesprächstechniken und Kommunikationsverhalten
- Entwicklung von Strategien zur konstruktiven Konfliktlösung
Modul 5: Mit Auszubildenden reflektieren (1 Tag)
- Bedeutung und Notwendigkeit der Reflexion bei der Entwicklung der beruflichen Handlungskompetenz
- Einführung in Methoden sowie Grundsätze von Reflexions- und Feedbackprozesse
- Stärkenorientierte Begleitung und konstruktive Unterstützung in Reflexionssituationen
- Reflexion als Querschnittsaufgabe des Praxismentorings und des pädagogischen Handeln
- Training und praktische Erprobung von Reflexions- und Entwicklungsgesprächen
Modul 6: Reflexion im Hinblick auf die Durchführung der praktischen Ausbildung (1 Tag)
- Entwicklung einer vertrauensvollen und offenen Haltung im Beratungsprozess
- Möglichkeiten und Grenzen von Beratung im Praxismentoring
- Einführung in die kollegiale Beratung als unterstützendes Instrument
- Anwendung unterschiedlicher Beratungskonzepte im Ausbildungskontext
Modul 7: Praxismentoring organisieren (1 Tag)
- Organisation des Praxismentorings im Einklang mit der Konzeption der Einrichtung
- Regelungen des Arbeitsschutzes, der Aufsichtspflicht und anderer rechtlich relevanter Vorgaben
- Gestaltung einer wertschätzenden Willkommens- und Abschiedskultur für Auszubildende
- Bewerbungsverfahren und Vorgehensweisen der Platzvergabe unter Berücksichtigung der Vorgaben des Landes für die praktische Ausbildung
Modul 8: Netzwerke und Ausbildungskonzepte entwickeln und verankern (1 Tag)
- Reflexion der Rollen und Aufgabenbereiche von Praxiskoordinator*innen, Praxismentor*innen und weiteren beteiligten Akteur*innen
- Erarbeitung zentraler Merkmale wirkungsvoller Ausbildungskonzepte
- Bedeutung und Nutzen von Netzwerkarbeit im Kontext der Ausbildung
- Entwicklung eines einrichtungsbezogenen, im Team abgestimmten Ausbildungskonzeptes
- Systematische Nutzung vorhandener Teamressourcen zur Stärkung des Praxismentorings
Die Qualifizierung hat zum Ziel erfahrene Kita-Führungskräfte in ihrem Handeln zu bestätigen, Führungskompetenzen zu stärken und neue Impulse zu setzen. Es bietet Gelegenheit, das eigene Führungsverhalten zu reflektieren und Handlungsspielräume auf der Basis neuer Information zu erweitern, um einen spürbaren Mehrwert für den eigenen Führungsalltag zu schaffen. Als Leitungskraft einer Kita gilt es, optimale Rahmenbedingungen für alle zu gestalten. Gute Führungskräfte kennen sich selbst und den eigenen Führungsstil gut und sorgen für die Zufriedenheit aller Mitarbeitenden. Sie leiten Teams an und steigern Motivation und Produktivität. Das DISG® – Führungsprofil baut auf dem klassischen DISG® Modell auf und fokussiert die Kompetenzen als Führungskraft: Für eine individuell zugeschnittene Weiterentwicklung Ihrer Führungspersönlichkeit. Neben Selbstreflexion und Selbstmanagement, liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung und dem Training von kommunikativen Kompetenzen und praxisorientierten Handwerkszeug für eine wirksame Team- sowie Personalentwicklung.
Die Eigenleistung besteht in der Erarbeitung eines Praxisprojekts zu einem frei wählbaren Thema aus dem Curriculum der Qualifizierung.
Zielgruppe: Leitungskräfte und Stellvertretungen
Umfang: 13 Tage (6 x 2-Tagesblöcke und 1 x 1 Tag)
Im Rahmen dieser Qualifizierung werden Nachwuchsführungskräfte auf die stetig wachsenden Anforderungen an Führung im Kontext Kita systematisch weitergebildet. Nachwuchsführungskräfte werden perfekt auf eine Kita-Leitungsposition vorbereitet, für Ihren Karriereweg gestärkt und entwickeln systematisch Führungskompetenzen. Schwerpunkt der Qualifizierung bildet die Reflexion der eigenen Person: Mit Hilfe des DISG-Profils classic kann die Selbstpositionierung mit einer Betrachtung der vorhandenen und noch zu entwickelnden Kompetenzen verbunden werden. Qualifizierte und motivierte Mitarbeitende sind eine der wichtigsten und zunehmend knapper werdenden Ressourcen. Die Gewinnung, Bindung und Entwicklung von guten Mitarbeitenden wird auch aufgrund der demografischen Entwicklung immer wichtiger.
Die Eigenleistung in dieser Qualifizierung besteht in der Erarbeitung eines Praxisprojekts zu einem frei wählbaren Thema aus dem Curriculum der Qualifizierung.
Zielgruppe: Angehende Führungskräfte oder (stellvertretende) Leitungen. Kita-Mitarbeiter*innen, die sich für das Thema interessieren, sind ebenfalls zur Teilnahme eingeladen.
Umfang: 13 Tage (6 x 2-Tagesblöcke und 1 x 1 Tag)
Umfang: 5 Tage/ 40 Stunden
Ziele/ Nutzen:
Der Schutz und Erhalt unserer Umwelt und der schonende Umgang mit Ressourcen ist eine große Herausforderung unserer Zeit. Kitas sind Bildungsorte, die Kinder altersgemäße Auseinandersetzung mit Themen nachhaltiger Entwicklung ermöglichen können. So können auch schon die Jüngsten an die ökologischen Herausforderungen unserer heutigen Zeit herangeführt werden. Sich mit der belebten Natur – wie Tieren, Pflanzen, Wasser, Luft - auseinanderzusetzen, ist im Elementarbereich unverzichtbar. Projekte, Wanderungen, Natur- und waldpädagogische Angebote, Waldwochen oder Waldgruppen helfen den Kindern, die Welt zu begreifen und sich diese anzueignen. Der Wald ist ein Ort für Körperlichkeit und Naturerfahrung, der den Geist, die Seele und die Fantasie anregt. Er lädt nicht nur zum Spielen ein, sondern auch zur kreativen Auseinandersetzung mit Themen der nachhaltigen Entwicklung und der Ökologie. In dieser Qualifizierung lernen Sie, wie man es Kindern ermöglicht, sich den „Lebensraum Wald“ (zurück) zu erobern. Sie erfahren, wie eine altersgerechte Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Kita gelingen kann, von der konzeptionellen Einbindung, methodischen Umsetzung und Angebotsgestaltung bis hin zum organisatorischen und rechtlichen Rahmen.
Eigenleistung/ Abschluss mit Zertifikat:
Die Qualifizierung schließt bei regelmäßiger Teilnahme mit einem Zertifikat ab. Die Eigenleistung besteht in der Vorstellung der geplanten natur- und waldpädagogischen Angebote inklusive Reflexion von durchgeführten Praxiseinheiten.
Inhalt:
Modul 1: Einführung in die Natur- und Waldpädagogik (1 Tag)
- Einführung, Grundlagen und Praxis der natur- und waldpädagogischen Arbeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Naturethik
- Kita, BNE und Waldpädagogik – „Es muss nicht immer der Waldkindergarten sein!“ -BNE im Kita-Alltag: Spielmaterial, Raumgestaltung, Einrichtungshandeln
- Waldpädagogik für Kinder erlebbar machen - Konzeptionelle Umsetzungsmöglichkeiten der Waldpädagogik
- Angemessener Umgang mit Regeln, Geboten, Gefahren und Risiken im Naturraum
Modul 2: Wald- und naturkundliches Basiswissen (1 Tag)
- Kenntnisse der wichtigsten heimischen Baum-, Straucharten und Waldpflanzen und methodische Umsetzung im Kitaalltag
- Kenntnisse der wichtigsten heimischen Tierarten und methodische Umsetzung im Kitaalltag
Modul 3: Kompetenzförderung und Methodik in der Natur- und Waldpädagogik (1 Tag)
- Planung, Organisation Durchführung von waldpädagogischen Angeboten
- Reflexion- und Transfer Kindern ermöglichen
- Kreativangebote, Geschichten für und Philosophieren mit Kindern
Modul 4: Walderlebnispädagogik, Planung und praktische Umsetzung von natur- und waldpädagogischen Angeboten (2 Tage)
- Einführung in die Walderlebnispädagogik
- Planung, Organisation, Durchführung und Reflexion von waldpädagogischen
- Angeboten
- Reflexion und Transfer für die Kinder ermöglichen
- Gruppenmanagement und Gruppensteuerung: Ursachen, Hintergründe und Umgang mit schwierigen Situationen
- Vorstellung der natur- und waldpädagogischen Praxiseinheiten
- Abschluss und Reflexion der Fortbildung