Talentwerk II

    Kita-Fachkräfte gewinnen, fördern, binden

Projektlaufzeit

Oktober 2025 - September 2028

Umsetzungsgebiet

Die Umsetzung erfolgt in der stärker entwickelten, eher städtischen Region Hannover und Region Hannover, Wolfsburg, Osnabrück, Hildesheim

Projektbeschreibung und Zielsetzung

Talentwerk verbindet Organisationsentwicklung, Personalentwicklung und Gesundheitsförderung zu einem systematischen und nachhaltigen Gesamtkonzept.

Mit Diagnostik-Tools, Mentoring- und Onboarding-Prozessen sowie praxisnahen, entlang der betrieblichen Bedarfe entwickelten Qualifizierungen werden Strukturen geschaffen, die Fachkräfte fördern, Teams stärken und Leitungskräfte entlasten.

Ein zentrales Element sind die ausgebildeten Scouts: engagierte Mitarbeitende aus den Einrichtungen, die als Bindeglied zwischen Theorie und Praxis wirken. Sie begleiten neue Kolleg*innen, fördern Gesundheit und Wohlbefinden im Team und koordinieren Weiterbildungs- und Entwicklungsprozesse.

So entsteht in jeder Einrichtung ein wirksames System, das Fachkräfte begleitet, entwickelt und bindet – nachhaltig und praxisnah.

Ziel ist es, Kitas als attraktive Arbeitsorte zu stärken, Fachkräfte gezielt zu qualifizieren und langfristig zu binden. Hierfür bringt „Talentwerk“ Träger, Fachkräfte, Expert*innen, Sozialpartner und weitere relevante Akteure zusammen – für eine zukunftsfähige frühkindliche Bildung in der Region.


Wie TALENTWERK aufgebaut ist

Zu Beginn wird eine tragfähige Projektstruktur geschaffen:
Ein Projektmanagement und eine digitale Infrastruktur werden aufgebaut, eine Steuerungsgruppe mit Vertreter*innen aus Trägern, Sozialpartnern und Netzwerken begleitet das Projekt strategisch.

Im Rahmen einer umfassenden Bedarfsanalyse werden Beschäftigte und Leitungskräfte befragt. Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse zu Belastungen, Weiterbildungsbedarfen und Entwicklungszielen.

Auf dieser Grundlage entstehen Kompetenzprofile und die Konzeption passgenauer Qualifizierungen – exakt abgestimmt auf die Anforderungen in den Kitas.

In der anschließenden Umsetzungsphase werden erste Maßnahmen erprobt und fortlaufend angepasst. Dazu gehören:

  1. Qualifizierungen für Erzieher*innen, sozialpädagogische Assistent*innen und Kita-Leitungen,
  2. die Einführung des Scout-Programms mit Schulung und Einsatz erster Scouts,
  3. die Etablierung von Mentoring-Prozessen, in denen erfahrene Fachkräfte neue Kolleg*innen begleiten.

Regelmäßige Evaluationen und Feedbackschleifen sichern die Qualität und Wirksamkeit der Angebote.

Auf Basis der Pilotphase werden die Maßnahmen ausgeweitet und verstetigt.
Neue Spezialisierungen in Bereichen wie Sprachbildung, Kinderschutz, Elternkooperation, Inklusion und Gesundheitskompetenz erweitern das Weiterbildungsangebot.

Parallel werden Mentoring- und Onboarding-Prozesse dauerhaft in die Personalentwicklung integriert.

In regionalen Netzwerkformaten – etwa Leitungswerkstätten, Fachforen und Austauschrunden mit Trägern, Gewerkschaften und Fachschulen – entstehen praxisnahe Diskussionsräume, in denen Konzepte und Erfahrungen weiterentwickelt werden.

20 Kitas werden am Ende des Projekts dauerhaft Scouts einsetzen, die den Wissenstransfer sichern und die Fachkräfteentwicklung in den Teams begleiten.

Darüber hinaus werden gemeinsam mit Sozialpartnern Empfehlungen und Modelle zur besseren Arbeitsentlastung entwickelt.


Scouts und Lots*innen – Schlüsselrollen im Projekt

Die im Projekt ausgebildeten Scouts sind zentrale Akteure für den Wandel in den Einrichtungen. Sie unterstützen neue Fachkräfte beim Einstieg, fördern Gesundheitsbewusstsein im Team und entwickeln gemeinsam mit den Leitungen Maßnahmen zur Entlastung und Fachkräftebindung.

Darüber hinaus sorgen sie für den Wissenstransfer zwischen den beteiligten Kitas und fördern den Austausch guter Praxis.

Projektlots*innen in den Trägerorganisationen sichern den Informationsfluss zum Projektträger, begleiten Evaluationen und unterstützen die Steuerungsgruppe.

So entsteht ein enges Netzwerk aus Fachwissen, Erfahrung und gegenseitiger Unterstützung.


Was Talentwerk bewirkt

Talentwerk will nicht nur kurzfristige Entlastung schaffen, sondern langfristig Veränderung bewirken.
Das Projekt fördert:

  • attraktive Arbeitsbedingungen in Kitas,
  • klare Karriere- und Entwicklungsperspektiven,
  • gesundheitsfördernde Strukturen und
  • eine starke Identifikation mit dem Beruf.

So entsteht ein Netzwerk engagierter Einrichtungen, die Talente entdecken, Potenziale fördern und Vielfalt leben.

Talentwerk schafft Zukunftsperspektiven – für Fachkräfte, Einrichtungen und Kinder.


Ansprechpartnerinnen

Projektleitung

Evamaria Molitor

04131 40946-24
evamaria.molitor@bw-verdi.de

Projektverwaltung

Kirsten Rappard

04131 40946-19
kirsten.rappard@bw-verdi.de

Projektverwaltung

Esther Garcia

04131 40946-27
esther.garcia@bw-verdi.de

Projektkoordination

Sabrina Thamm

0511 12400-419

Projektverwaltung

Torsten Brummelhop

04131 40946-14
torsten.brummelhop@bw-verdi.de

ESF Sozialpartner-Richtlinie

Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten

Die Förderung des Programms erfolgt aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF Plus) und ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände und des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Übergeordnetes Ziel ist die Sicherung und Weiterentwicklung von Fachkräften, die
Erschließung von Potenzialen und die Qualifizierung von Beschäftigten vor den Herausforderungen des demografischen, digitalen und ökologischen Wandels.

Projektträger ist das Bildungswerk ver.di in Niedersachsen e.V.

Lessingstraße 1
21335 Lüneburg

04131 409460
talentwerk2@bw-verdi.de

Das Projekt „Talentwerk II – Kita-Fachkräfte gewinnen, fördern, binden“ werden im Rahmen des Programms „Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten – weiter bilden und Gleichstellung fördern“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.