Projektlaufzeit
01.Oktober 2026 – 30. September 2029
Projektbeschreibung
Das Projekt INKORA versteht sich als inklusive Agora – ein Ort für Begegnung, Austausch, Qualifizierung und Vernetzung. INKORA ist ein mehrjähriges Entwicklungsprojekt, das die inklusive Bildung und Teilhabe in Kindertageseinrichtungen nachhaltig stärkt. Ziel ist es, allen Kindern von Anfang an gleichberechtigte Bildungs- und Entwicklungschancen zu ermöglichen. Dafür verbindet INKORA die Weiterentwicklung inklusiver Kita-Praxis mit der Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte und dem Aufbau nachhaltiger regionaler Strukturen. Modell- und Transfer-Kitas sowie zwei miteinander vernetzte Netzwerke fördern den fachlichen Austausch, die trägerübergreifende Zusammenarbeit und den Transfer inklusiver Ansätze in die Praxis.
Projektinhalte
Inklusion von Anfang an: Im Mittelpunkt stehen Bildung, Teilhabe und Entwicklungschancen für alle Kinder. Grundlage von INKORA ist die Wertschätzung von Vielfalt, Respekt, Empathie, Partizipation sowie einer ressourcen- und stärkenorientierte Haltung. Als methodische Grundlage unterstützt der Index für Inklusion die systematische Reflexion und Weiterentwicklung inklusiver Strukturen, Kulturen und Praktiken in Kitas.
Projektumsetzung:
Praxis:
Modell- und Transfer-Kitas werden intensiv und prozessbegleitend auf ihrem Weg zu einer inklusiven Kita-Praxis unterstützt. Der Entwicklungsprozess umfasst die Sensibilisierung und aktive Beteiligung von Kita-Teams, Eltern und Kindern, das Erkennen und Abbauen von Barrieren sowie die Entwicklung und Erprobung inklusiver Praktiken. Ziel ist es, konkrete Veränderungen im Kita-Alltag umzusetzen und erfolgreiche Ansätze, Erkenntnisse und Strukturen langfristig zu verankern.
Qualifizierung:
Pädagogische Fachkräfte werden durch praxisnahe Workshops und Langzeitqualifizierungen dabei unterstützt, ihre inklusiven Kompetenzen weiterzuentwickeln, ihre Haltung zu reflektieren und Handlungssicherheit im Kita-Alltag zu gewinnen. Das Angebot umfasst themenspezifische Workshops, beispielsweise zu Migration und Flucht (Trauma) und inklusiver Medienbildung, sowie Qualifizierungen wie „Inklusionskompetenz in der Kita“ , „Fachkraft für inklusive Arbeit in der Kita (Inkl.IEB)“ und „Fachkraft für Kinderschutz“. Ziel ist es, Fachwissen, Handlungskompetenzen und eine inklusive Haltung nachhaltig in der pädagogischen Praxis zu stärken.
Strukturelle Verankerung:
Durch den Aufbau regionaler Netzwerke und trägerübergreifender Kooperationen werden Erfahrungen, Kompetenzen und Perspektiven aus der Kita-Praxis und unterschiedlichen Fachbereichen zusammengeführt. Das Netzwerk Inklusive Kita-Praxis fördert den praxisnahen, multiprofessionellen Austausch zwischen Modell- und Transfer-Kitas sowie weiteren Akteuren der frühkindlichen Bildung. Das Netzwerk Inklusive Bildungsregion verbindet Träger, Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und weitere regionale Partner, um ein gemeinsames Verständnis von Inklusion zu entwickeln und bereichsübergreifende Zusammenarbeit zu stärken. Ergänzend bietet das Inklusionsforum Raum für Vernetzung, fachlichen Dialog und Wissenstransfer. Ziel ist es, erfolgreiche inklusive Ansätze zu verbreiten und tragfähige Kooperations-, Unterstützungs- und Transferstrukturen langfristig in der Region zu verankern.
Projektziele
Projektziele:
- Inklusive Kita-Praxis stärken: Barrieren abbauen und gleichberechtigte Bildung und Teilhabe für alle Kinder fördern.
- Vernetzung fördern: Trägerübergreifende Zusammenarbeit und fachlichen Austausch ausbauen.
- Fachkräfte qualifizieren: Kompetenzen erweitern, Haltung reflektieren und Handlungssicherheit stärken.
- Inklusion nachhaltig verankern: Erfolgreiche Ansätze übertragen und langfristige Unterstützungsstrukturen schaffen.
Ansprechpartnerinnen
Inklusion ist kein Zustand, den wir erreichen, sondern ein Weg, den wir gemeinsam gestalten – getragen von Vielfalt, gegenseitiger Wertschätzung und dem Anspruch, Teilhabe für alle zu ermöglichen.
Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Projekten im Rahmen des Programms Inklusion durch Bildung und Teilhabe (Inklusion).
Die Förderung des Programms erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF+) für das Programmgebiet Stärker Entwickelte Region (SER) in der Förderperiode 2021-2027.
Fördervoraussetzung
Beschäftigungsort oder Wohnsitz in der stärker entwickelten Region
EFRE/ESF-Fördergebietskulisse in Niedersachsen
Projektträger ist das Bildungswerk ver.di in Niedersachsen e.V.
Lessingstraße 1
21335 Lüneburg
04131 409460
inkora@bw-verdi.de