Wir qualifizieren. Berufsbegleitend. Auf höchstem Niveau.
Der KitaCampus ist das Qualifizierungsprogramm des Bildungswerks ver.di in Niedersachsen e.V. Seit vielen Jahren entwickeln wir praxisnahe, wissenschaftlich fundierte Weiterbildungen – speziell für Menschen, die in Kindertageseinrichtungen arbeiten. Unser Ansatz: echtes Fachwissen, das unmittelbar im Kita-Alltag wirkt. Im Kursjahr 2026/2027 bieten wir derzeit folgende anerkannte Qualifizierungen an drei Standorten in Niedersachsen an. Die Qualifizierungen finden berufsbegleitend statt und können über die Richtlinie „Qualität in Kitas 3“ des Landes Niedersachsen gefördert werden.
Die Teilnahme kann über die Richtlinie Qualität in Kitas 3 des Landes Niedersachsen gefördert werden. Diese Richtlinie ermöglicht die Bezuschussung von Qualifizierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Qualität in Kindertagesstätten. Sprechen Sie Ihren Träger frühzeitig an und fragen Sie nach einer Kostenübernahme.
INTEGRATIVE ERZIEHUNG UND BILDUNG IN KINDERTAGESEINRICHTUNGEN IM KONTEXT INKLUSIVER BILDUNGSPROZESSE (IEB)
Berufsbegleitende Qualifizierung zum Erwerb einer heilpädagogischen Zusatzqualifikation nach dem Rahmenplan des Niedersächsischen Kultusministeriums
Inklusion gestalten – Kinder individuell begleiten
Die Vielfalt unserer Gesellschaft zeigt sich in besonderer Weise in Kindertageseinrichtungen. Um allen Kindern gerecht zu werden, benötigen pädagogische Fachkräfte heilpädagogische Kompetenzen sowie ein ganzheitliches Verständnis von Inklusion. Diese Qualifizierung unterstützt Fachkräfte dabei, Kinder im Sinne einer inklusiven pädagogischen Praxis gemeinsam zu bilden, zu erziehen und zu betreuen. Für die individuelle und ganzheitliche Begleitung von Kindern mit und ohne Behinderung ist es entscheidend, die Lebensrealität jedes einzelnen Kindes sowie dessen Stärken und Bedürfnisse differenziert wahrzunehmen und in die pädagogische Arbeit einzubeziehen.
In dieser Qualifizierung erwerben die Teilnehmenden das notwendige Wissen und die praktischen Fähigkeiten, um heilpädagogische Unterstützung im Rahmen einer inklusiven pädagogischen Praxis in Kitas verantwortungsvoll zu gestalten und Kinder mit unterschiedlichen Entwicklungsbedarfen gezielt zu begleiten. Dabei orientiert sich die Qualifizierung an den gesetzlichen Rahmenbedingungen für integrative Bildung und Erziehung in niedersächsischen Kitas. Inhaltlich werden dabei sowohl Entwicklungsbeeinträchtigungen und damit verbundene Unterstützungs- und Förderbedarfe als auch die vielfältigen Lebenssituationen von Kindern berücksichtigt, insbesondere im Hinblick auf Kultur, Sprache, soziales Umfeld, Religion, Geschlecht und sexuelle Orientierung.
Die Qualifizierung unterstützt Fachkräfte dabei, eine inklusive Haltung zu entwickeln und Vielfalt im Kita-Alltag wertschätzend zu gestalten. Praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Inhalte eröffnen neue Perspektiven und geben Impulse für die direkte alltagsintegrierte Umsetzung in der Praxis. Grundlage der Qualifizierung ist ein pädagogisch-didaktischer Ansatz, der den Situationsansatz sowie die Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung aufgreift und als Orientierung für inklusives Handeln dient. Darüber hinaus wird der Einsatz digitaler Medien im inklusiven pädagogischen Alltag zur Unterstützung von Teilhabe und zum Abbau von Barrieren in verschiedenen Modulen thematisiert.
Abschluss: Nach erfolgreicher Prüfung (Abschlussfachgespräch zur schriftlichen Hausarbeit) erhalten Sie eine vom Niedersächsischen Kultusministerium anerkannte heilpädagogische Zusatzqualifikation. Diese berechtigt zur Tätigkeit anstelle einer heilpädagogischen Fachkraft in integrativen Gruppen gemäß § 17 Abs. 2 DVO-NKiTaG und bildet die Grundlage für die Betriebserlaubnis integrativer Gruppen. Die Prüfung wird vom Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsens e.V. abgenommen.
Uhrzeit: jeweils 9:00 – 17:00 Uhr | Format: Präsenz und Online (je nach Modul und Standort)
Neben der regelmäßigen Teilnahme sind folgende Eigenleistungen zu erbringen:
- Schriftliche Hausarbeit
- Schriftliche Projektplanung
- Schriftliche Beobachtungsanalyse oder schriftliche Buchpräsentation
- Schriftliche Förderplanung
- Eigenes Lerntagebuch
- Mindestens ein Protokoll zu einem Seminartag
- Mindestens achtstündige Hospitation in einer nicht eigenen Kita mit integrativer Gruppe
Modul 1: Entwicklung der gemeinsamen Erziehung und Bildung und gesetzliche Grundlagen in Niedersachsen
Teil I: Entwicklung der gemeinsamen Erziehung, Bildung und Betreuung
- Entwicklung gemeinsamer Bildung, Erziehung und Betreuung in Deutschland und Niedersachsen unter Einbezug europäischer Reformimpulse
- Grundargumente und Ziele gemeinsamer Erziehung, Bildung und Betreuung
- Aktuelle Praxis und Erfahrungen inklusiver und integrativer pädagogischer Arbeit in Kitas
- Klärung zentraler Begrifflichkeiten (Integration, Inklusion, Behinderung, Vielfalt) als Grundlage integrativer/ inklusiver pädagogischer Arbeit
Teil II: Gesetzliche Grundlagen in Niedersachsen
- Niedersächsische Gesetzesvorgaben zur Kooperation zwischen Kita und Grundschule
- Regionale Vereinbarungen einschließlich Finanzierungsrahmen der Eingliederungshilfe (mit Beispielen)
Modul 2: Integration im Kontext gesellschaftlicher Entwicklung
- Perspektivwechsel von Integration hin zu Inklusion als pädagogische Haltung
- Entwicklung einer inklusiven Haltung unter Anerkennung von Vielfalt und gesellschaftlicher Normalität
- Gesellschaftliche Veränderungen (Arbeitswelt, Familienformen) und deren Auswirkungen auf Kindheit und pädagogische Praxis
- Reflexion eigener Kindheitserfahrungen im Vergleich zu heutigen Lebenswelten (Familie, Rollenbilder, digitale Medien, Konsum- und Freizeitverhalten)
- Rolle von Kitas im Spannungsfeld von Familie, Gesellschaft und den Lebensrealitäten von Eltern
- Lebenslagen von Kindern mit Behinderung und familiäre Herausforderungen
- Förderung von Respekt, Partizipation und demokratischen Bildungsprozessen
- Bedeutung qualitativ hochwertiger frühkindlicher Bildung für Teilhabe und Chancengleichheit
Modul 3: Bildung, Lernen und Beeinträchtigungen kindlicher Entwicklung (0-10 Jahre)
- Entwicklungspsychologische Grundlagen und Theorien zu kindlichen Lern- und Entwicklungsprozessen unter Berücksichtigung familiärer und kultureller Einflussfaktoren
- Einordnung klassischer und aktueller Entwicklungstheorien (u. a. Piaget, Freud, Adler sowie neurobiologische und bindungstheoretische Ansätze)
- Bildung als Selbstbildungsprozess und Bedeutung kindlicher Aktivität
- Begriffe von Entwicklung, Gesundheit und Behinderung im Kontext der ICF-CY
- Reflexion unterschiedlicher fachlicher Perspektiven auf Behinderung und Entwicklungsverzögerung
- Grundlagen zu Entwicklungsbeeinträchtigungen und deren Auswirkungen
- Förderung von Selbstbildungsprozessen (auch bei schweren Beeinträchtigungen)
- Entwicklungsförderliche Begleitung auf Basis von Resilienz-, Salutogenese und Bindung
- Bedeutung von Kooperation für die kognitive, emotionale, motorische und soziale Entwicklung von Kindern
Modul 4: Pädagogisch-didaktische Ansätze in der Kita im Kontext integrativer Arbeit
- Überblick über reformpädagogische Ansätze und ihre Bedeutung für eine inklusive Frühpädagogik
- Zeitgemäße Konzepte (offene Arbeit, Reggio, Freinet, Early-Excellence, kultursensible Pädagogik)
- Situationsansatz als Grundlage inklusiver Praxis
- Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung als inklusives und diskriminierungssensibles Praxiskonzept
- Vielfalt als lernanregender Impuls und Chance für alle Kinder
- Didaktische Ausrichtung auf individuelle Ressourcen durch flexible, bedarfsorientierte Lernumgebungen zur Förderung von Teilhabe, Identität und Zugehörigkeit
Modul 5: Beobachtung & Dokumentation – von der zufälligen Beobachtung zum systematischen Beobachten und Dokumentieren in der Kita
- Grundlagen der Beobachtung sowie Reflexion eigener Wahrnehmung und möglicher Fehlerquellen
- Verfahren der Beobachtung und Dokumentation (z. B. Lerngeschichten, Portfolio, Entwicklungsberichte)
- Interpretation von Beobachtungen im Kontext kindlicher Entwicklung unter Berücksichtigung eigener Wahrnehmung und kindlicher Handlungsmotive
- Beobachtung, Dialog und Gespräch als Grundlage für das Verständnis kindlicher Entwicklung und Bedürfnisse sowie zielgerichtetes pädagogisches Handeln
- Grundlagenwissen zu Gesundheits- und Grundbedürfnissen im frühen Kindesalter als Beobachtungsbasis
- Praktische Anwendung und Reflexion von Beobachtung (z. B. Videobeobachtung) unter Berücksichtigung von Nähe, Distanz und Subjektivität
- Erarbeitung individueller Förder- und Hilfepläne sowie Verlaufs- und Abschlussberichte auf Grundlage der Beobachtungen und im Sinne der Regelleistungsvereinbarung (RLV)
- Einhaltung der datenschutzrechtlichen Anforderungen (informationelle Selbstbestimmung) sowie Einbringen der Beobachtungen in die interdisziplinäre Zusammenarbeit
Modul 6: Theorie und Praxis projektorientierter Planung, Teil I: Projektmethode und Projektplanung
- Bedeutung und Merkmale der Projektmethode sowie des projektorientierten Arbeitens
- Lebenswelt- und interessenorientierte Ausrichtung von Projektarbeit und ihre Bedeutung für Bildungsprozesse
- Projektplanung: Beobachtung, Analyse, Zielsetzung
- Partizipative Planung, Durchführung und Gestaltung von Projekten Umsetzung von Projektaktivitäten mit differenzierten Zugängen für die Kinder im pädagogischen Alltag
- Umsetzung von Projektaktivitäten mit differenzierten Zugängen für die Kinder
Modul 7: Partizipation, Kommunikation und Sprache
Teil I: Aktivität und Partizipation
- § 8 SGB VIII als gesetzliche Grundlage für Partizipation in der Kinder- und Jugendhilfe
- Bedeutung von Partizipation und Aktivität für die Entwicklung von Selbstwirksamkeit, Selbstwert und Resilienz
- Voraussetzungen und Gelingensbedingungen von Partizipation im pädagogischen Alltag
- Pädagogische Umsetzung der Partizipation aller Kinder als gelebte Haltung
- Planung partizipativer pädagogischer Angebote sowie Auswahl geeigneter Methoden
Teil II: Entwicklungsbegleitung im Bereich Kommunikation, Sprache und Dialog
- Grundlagen des Spracherwerbs, der Sprachentwicklung und Sprachkompetenz sowie zentrale Begriffe der Sprachbildung und -förderung
- Sprachentwicklung im Kindesalter: typische Verläufe, individuelle Unterschiede und Einflüsse der Lebensumwelt
- Mehrsprachigkeit als selbstverständlicher Bestandteil kindlicher Entwicklung in einer vielfältigen Gesellschaft
- Sprachvorbild und Gestaltung sprachförderlicher Alltagssituationen
- Dialogische Beziehungsgestaltung auf Grundlage feinfühliger, kommunikativer Interaktion
- Planung, Durchführung und Evaluation von Sprachbildungsangeboten
- Spracherwerbsstörungen und ihre Bedeutung für die kindliche Entwicklung
- Kommunikationshilfsmittel, z. B. Talker, unterstützte und gestützte Kommunikation
- Beobachtung, Dokumentation und Einschätzung der Sprachentwicklung
- Einbindung der Eltern in die sprachliche Bildung (z.B. durch Entwicklungsgespräche)
Modul 8: Pädagogisches Arbeiten mit Kindern mit „schweren Behinderungen“ in der Kita als Bildungs- und Erfahrungsraum
Teil I: Pädagogisches Arbeiten mit Kindern mit „schweren Behinderungen“
- Begriffsverständnisse von „schwerer Behinderung“, „Schwerstbehinderung“ und „schwerer Mehrfachbehinderung“ im Kontext der ICF-CY
- Beziehungsvolle Pflege, konduktive Pflege, Förderpflege, sensomotorische Kooperation, basale Stimulation, elementare Beziehung
- Pflegerische Unterstützung im Kontext der Alltagsaktivitäten (ADL) bei Kindern mit Behinderungen sowie Kenntnis der Grenzen der eigenen professionellen Zuständigkeit
- Gestaltung von Lern- und Pflegesituationen auf Grundlage sensomotorischer Entwicklungs- und Erkenntnisprozesse zur Unterstützung von Selbstbestimmung und individuellen Entwicklungsprozessen
- Pädagogische und pflegerische Einordnung des Begriffs „Kindeswohl“ sowie Kenntnisse über mögliche Gefährdungen des Kindeswohls in seelischer, sozialer, geistiger und körperlicher Hinsicht
- Reflexion von Unsicherheiten im Umgang mit Kindern mit umfassendem Unterstützungsbedarf
Teil II: Die Kita als Bildungs- und Erfahrungsraum
- Kita als Ort der Lebenswelterweiterung im Ergänzungsverhältnis zur familiären Lebenswelt der Kinder
- Inklusive Raumkonzepte
- Bedeutung der Raumgestaltung, Ausstattung („vorbereitete Umgebung“) sowie von Innen-, Außen- und Erfahrungsräumen (z. B. Exkursionen) für kindliche Aktivitäten und Lernanregungen
- Wirkungen von Freispiel und Angeboten auf individuelle Entwicklung und soziale Beziehungen
- Räume als Spiegel der vorhandenen Vielfalt anhand von Bildern, Materialien und Medien
- Einsatz digitaler Medien zur Förderung von Teilhabe von Kindern
- Planung und Analyse von Bildungs- und Erfahrungsräumen im Rahmen der eigenen Angebotsplanung unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse aller Kinder sowie Reflexion der eigenen Rolle als IEB Fachkraft
Modul 9: Praxis in Kitas mit integrativen Gruppen
- Hospitation in einer Kita mit integrativer Gruppe als Grundlage zur Erkundung und Reflexion von Alltag, Strukturen und pädagogischer Arbeit mit Kindern mit und ohne Behinderung
- Kita-Alltagssituationen im Hinblick auf Tagesstrukturen und Abläufe sowie das Zusammenspiel von Pflege, Bildung, Erziehung und Betreuung erleben und analysieren
- Kooperation pädagogischer und therapeutischer Fachkräfte sowie deren koordinierte Zusammenarbeit in der Praxis
- Gestaltung individueller Unterstützung und sozialer Beziehungen der Kinder sowie deren fachliche Begleitung
- Verständnis für die pädagogischen Ansätze Heilpädagogik, Integration und Inklusion im Abgleich mit dem Einrichtungskonzept
- Bedeutung der Zusammenarbeit von Pädagogik, Heilpädagogik und Therapie für die eigene professionelle Rolle und die kindliche Entwicklung
- Weiterentwicklung inklusiver pädagogischer Konzeptionen inkl. Rollenreflektion
- Schlussfolgerungen aus den Hospitationserfahrungen für die Weiterentwicklung einer integrativen bzw. inklusiven Konzeption der eigenen Einrichtung
Modul 10: Theorie und Praxis projektorientierter Planung, Teil II: Auswertung der Projektumsetzung
- Vorstellung, Diskussion und Auswertung der Projekte
- Diskussion über konzeptionelle und organisatorische Veränderungen in der eigenen Einrichtung zur Umsetzung der Projektmethode in der pädagogischen Arbeit
Modul 11: Pädagogik, Diagnostik und Therapie bei Kindern mit Behinderung als interdisziplinärer Auftrag
- Diagnostik, Beobachtung, Dokumentation, Pädagogik und Therapie als miteinander verzahnte Grundlagen der Entwicklungsbegleitung
- Beobachtung und Dokumentation als Ergänzung diagnostischer Verfahren sowie als Grundlage entwicklungsfördernder pädagogischer Planung und Handlungssteuerung
- Verfahren der Diagnostik sowie ausgewählte medizinische Diagnosen und Vorsorgeuntersuchungen (U1–U9)
- Förderdiagnostik als ressourcenorientierter Zugang zur individuellen Entwicklungsförderung
- Entwicklungsskalen und Verfahren der Entwicklungsdiagnostik
- Kenntnisse unterschiedlicher therapeutischer Ansätze und Reflexion ihrer Angemessenheit für die integrative Arbeit sowie ihrer Vereinbarkeit mit der pädagogischen Konzeption der Einrichtung.
- Reflexion der eigenen professionellen Rolle im interdisziplinären Kontext
Modul 12: Zusammenarbeit mit Eltern, Familien und Institutionen (inkl. Schwerpunktsetzung/Vertiefung)
- Zusammenarbeit in integrativen/ inklusiven Kitas unter Einbezug aller Eltern
- Ressourcenorientierte und vorurteilsbewusste Haltung in der Arbeit mit Familien
- Familie als zentraler Entwicklungsort auch im Kontext von Behinderung
- Lebenslagen, Belastungen sowie biografische und soziale Einflussfaktoren auf Familien und deren Bewältigung von Entwicklungs- und Stresssituationen
- Reflexion elterlicher Sichtweisen auf Lebensqualität, Gesundheit und Behinderung sowie deren Einfluss auf Erwartungen an die Entwicklung des Kindes
- Gesundheitsorientierte Ansätze (Salutogenese, Kohärenz, Resilienz) zur Stärkung von Kindern und Familien in belastenden Lebenslagen
- Enge Zusammenarbeit mit Eltern bei Eingewöhnung und Entwicklung des Kindes, auf Basis von Beobachtungen und Dokumentationen für Entwicklungsgespräche
- Kooperation mit Fachdiensten und Institutionen (z. B. Frühförderung, Medizin, Therapie, Schule) sowie Einordnung unterschiedlicher Perspektiven und Erwartungen
- Klarheit über die eigene Fachlichkeit und die Rolle anderer Professionen im Hilfesystem sowie Zusammenarbeit auf Augenhöhe
Die Qualifizierung kann z.T. über die Richtlinie Qualität in Kitas 3 (Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Beschäftigung von zusätzlichen Kräften und der Qualifizierung zur Verbesserung der Qualität in Kindertagesstätten) des Landes Niedersachsen gefördert werden.
Dies bedeutet für die Kurse in den Regionen:
Hannover:
Von der Gesamtausbildung fallen 3888,00 € (253 UE) in den Förderzeitraum 01.08.2026 bis 31.07.2027.
1008,00 € (54 UE und der Prüfungstag) fallen außerhalb des Förderzeitraums.
Lüneburg:
Von der Gesamtausbildung fallen 3888,00 € (253 UE) in den Förderzeitraum 01.08.2026 bis 31.07.2027.
1008,00 € (54 UE und der Prüfungstag) fallen außerhalb des Förderzeitraums.
Oldenburg:
Von der Gesamtausbildung fallen 3.744,00 € (235 UE) in den Förderzeitraum 01.08.2026 bis 31.07.2027.
1.152,00 € (72 UE und der Prüfungstag) fallen außerhalb des Förderzeitraums.
| Modul | Thema | Format | Umfang | Termin |
|---|---|---|---|---|
| 3 | Bildung, Lernen und Beeinträchtigungen kindlicher Entwicklung im Alter von null bis zehn Jahren | Online + Präsenz | 4 Tage | 07.-08.09.2026 + 01.-02.10.2026 |
| 6 | Theorie und Praxis projektorientierter Planung – Teil I | Präsenz | 2 Tage | 09.–10.11.2026 |
| 7 | Partizipation, Kommunikation und Sprache | Präsenz | 4 Tage | 01.-02.12.2026 + 03.-04.12.2026 |
| 4 | Pädagogisch-didaktische Ansätze in der Kindertageseinrichtung im Kontext integrativer Arbeit | Online | 2 Tage | 14.–15.01.2027 |
| 5 | Beobachtung & Dokumentation | Präsenz | 2 Tage | 15.–16.02.2027 |
| 8 | Pädagogisches Arbeiten mit Kindern mit schweren Behinderungen | Präsenz + Online | 4 Tage | 16.–17.03.2027 + 18.-19.03.2027 |
| 9 | Praxis in Kindertageseinrichtungen mit integrativen Gruppen | Präsenz | 2 Tage | 10.–11.05.2027 |
| 11 | Pädagogik, Diagnostik und Therapie bei Kindern mit Behinderung als interdisziplinärer Auftrag | Präsenz | 2 Tage | 24.–25.06.2027 |
| 12 | Zusammenarbeit mit Eltern, Familien und Institutionen | Präsenz | 3 Tage | 30.08.–01.09.2027 |
| 10 | Theorie und Praxis projektorientierter Planung – Teil II | Präsenz | 2 Tage | 01.–02.11.2027 |
| + | Prüfungsvorbereitung | Präsenz | 1 Tag | 16.12.2027 |
| + | Prüfung / Abschlusskolloquium | Präsenz | 1 Tag | 17.12.2027 |
| Modul | Thema | Format | Umfang | Termin |
|---|---|---|---|---|
| 0 | Informationsveranstaltung | Online | 1 Stunde | 28.05.2026 16.00 Uhr + 16.06.2026 17.00 Uhr |
| 1 | Entwicklung der gemeinsamen Erziehung und Bildung und gesetzliche Grundlagen in Niedersachsen | Präsenz | 3 Tage | 26.–28.08.2026 |
| 2 | Integration im Kontext gesellschaftlicher Entwicklung | Präsenz | 2 Tage | 21.–22.09.2026 |
| 3 | Bildung, Lernen und Beeinträchtigungen kindlicher Entwicklung im Alter von null bis zehn Jahren | Präsenz + Online | 4 Tage | 23.-24.09.2026 + 05.-06.11.2026 |
| 7 | Partizipation, Kommunikation und Sprache | Präsenz | 4 Tage | 07.-08.12.2026 + 09.–10.12.2026 |
| 6 | Theorie und Praxis projektorientierter Planung – Teil I | Präsenz + Online | 2 Tage | 11.01.2027 + 12.01.2027 |
| 4 | Pädagogisch-didaktische Ansätze in der Kindertageseinrichtung im Kontext integrativer Arbeit | Online | 2 Tage | 11.–12.02.2027 |
| 5 | Beobachtung & Dokumentation | Präsenz | 2 Tage | 17.–18.03.2027 |
| 8 | Pädagogisches Arbeiten mit Kindern mit schweren Behinderungen | Präsenz + Online | 4 Tage | 27.-28.04. 2027 + 29.–30.04.2027 |
| 9 | Praxis in Kindertageseinrichtungen mit integrativen Gruppen | Online | 2 Tage | 27.–28.05.2027 |
| 11 | Zusammenarbeit mit Eltern, Familien und Institutionen | Präsenz | 2 Tage | 01.–02.07.2027 |
| 12 | Pädagogik, Diagnostik und Therapie bei Kindern mit Behinderung als interdisziplinärer Auftrag | Präsenz | 3 Tage | 06.–08.09.2027 |
| 10 | Theorie und Praxis projektorientierter Planung – Teil II | Präsenz | 2 Tage | 03.–04.11.2027 |
| + | Prüfungsvorbereitung | Präsenz | 1 Tag | 12.01.2028 |
| + | Prüfung / Abschlusskolloquium | Präsenz | 1 Tag | 13.01.2028 |
| Modul | Thema | Format | Umfang | Termin |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Entwicklung der gemeinsamen Erziehung und Bildung und gesetzliche Grundlagen in Niedersachsen | Präsenz | 3 Tage | 05.–07.10.2026 |
| 4 | Pädagogisch-didaktische Ansätze in der Kindertageseinrichtung im Kontext integrativer Arbeit | Präsenz | 2 Tage | 23.10.2026 + 30.10.2026 |
| 2 | Integration im Kontext gesellschaftlicher Entwicklung | Präsenz | 2 Tage | 24.–25.11.2026 |
| 5 | Beobachtung & Dokumentation | Präsenz | 2 Tage | 01.12.2026 + 04.12.2026 |
| 11 | Zusammenarbeit mit Eltern, Familien und Institutionen | Präsenz | 2 Tage | 18.-19.01.2027 |
| 6 | Theorie und Praxis projektorientierter Planung – Teil I | Präsenz | 2 Tage | 19.02.2027 + 23.02.2027 |
| 7 | Partizipation, Kommunikation und Sprache | Präsenz, Präsenz + Online | 3 Tage | 30.04.2027 + 04.05.2027 + 16.03.2027 |
| 8 | Pädagogisches Arbeiten mit Kindern mit schweren Behinderungen | Präsenz | 4 Tage | 18.–21.05.2027 |
| 3 | Bildung, Lernen und Beeinträchtigungen kindlicher Entwicklung im Alter von null bis zehn Jahren | Präsenz | 4 Tage | Termine folgen |
| 12 | Pädagogik, Diagnostik und Therapie bei Kindern mit Behinderung als interdisziplinärer Auftrag | Präsenz | 3 Tage | 14.-16.09.2027 |
| 10 | Theorie und Praxis projektorientierter Planung – Teil II | Präsenz | 2 Tage | 05.10.2027 + 08.10.2027 |
| 9 | Praxis in Kindertageseinrichtungen mit integrativen Gruppen | Präsenz | 2 Tage | 16.-17.11.2027 |
| + | Prüfungsvorbereitung | Präsenz | 1 Tag | 26.01.2028 |
| + | Prüfung / Abschlusskolloquium | Präsenz | 1 Tag | 28.01.2028 |
KITA-MANAGEMENT UND ORGANISATION
Nach dem Curriculum zur Qualifizierung von Leitungen von Kindertageseinrichtungen des Niedersächsischen Kultusministeriums
Führungsstärke für Ihre Einrichtung entwickeln
Die Leitung einer Kindertageseinrichtung umfasst ein vielfältiges und umfangreiches Aufgabenfeld und nimmt damit eine Schlüsselposition ein. Um der Vielfalt an Aufgaben und den damit verbundenen bildungs-, familien- und gesellschaftspolitischen Ansprüchen und der pädagogischen Arbeit der Einrichtung gerecht zu werden, benötigen Kita-Leitungen ein breites Spektrum an Führungsqualitäten. Neben fundiertem Wissen und Kompetenzvermittlung, regt diese Qualifizierung zu Reflexionsprozessen an, um professionelles Handeln als Kita-Leitung zu ermöglichen und damit Klarheit und Sicherheit in der Leitungsrolle zu erlangen. Der Schwerpunkt dieser Qualifizierung liegt auf klassischen Management-Kompetenzen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Personalmanagement und der Umsetzung des Erziehungs- und Bildungsauftrags in der eigenen Kita.
Uhrzeit: jeweils 9.00 – 17.00 Uhr | Format: Präsenz (Hannover: teilweise Online)
Modul 1: Erziehungs- und Bildungsauftrag
- Umsetzung des NKiTaG, des Nds. Orientierungsplans für Bildung und Erziehung und der ihn ergänzenden Handlungsempfehlungen
- Umsetzung und Fortschreibung der pädagogischen Konzeption der Einrichtung unter Berücksichtigung der trägerspezifischen Ausrichtungen
- Gestaltung, Steuerung und Koordination der pädagogischen Aufgaben (Kindeswohl, Umsetzung und Stärkung der Kinderrechte, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, Inklusion, Gestaltung der Lernumgebung)
- Einschätzung und ggf. Berücksichtigung von Rahmenbedingungen, fachlichen Trends und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen
Modul 2: Betriebsführung und Management
- Finanzielle Grundlagen und Kenntnisse über die Finanzstrukturen von Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen
- Betriebswirtschaftliche und verwaltungstechnische Grundlagen
- Belegungsmanagement, Steuerung und Bedarfsfeststellung
- Finanzierungs- und Budgetplanung sowie Controlling-Verfahren
- Kenntnisse über rechtliche und strukturelle Vorgaben (NKiTaG, Datenschutz, der Hygiene – und Infektionsschutzbestimmungen, Gefährdungsbeurteilungen, Kinderschutz, Versicherungsrecht und Aufsichtspflicht)
Modul 3: Leitungspersönlichkeit, Selbstmanagement und fachliche Positionierung
- Findung und kontinuierliche Weiterentwicklung der Führungsrolle, Haltung und fachliche Positionierung
- Fachliche Expertise aneignen und weiterentwickeln
- Klärung des eigenen Aufgabenprofils mit dem Träger inkl. Gestaltung der Arbeitsbeziehung
- Selbstmanagement inkl. Selbstreflexion und Selbstfürsorge
- Arbeits- und Büroorganisation inkl. Zeitmanagement
Modul 4: Führung von Mitarbeitenden
- Rechtliche Vorgaben im Kontext der Personalführung (z. B. Arbeitsrecht, Arbeitsschutz, Mutterschutz)
- Personalgewinnung, -auswahl, -einsatz und -controlling
- Einstellungsgespräche
- Konzept der Einarbeitung/Praxismentoring
- Personaleinsatzplanung, Dienstplangestaltung
- Personalentwicklung und Personalentwicklungsgespräch
- Teamentwicklung, Gesprächsführung und Moderation
Modul 5: Zusammenarbeit und Kooperation
- Öffnung und Vernetzung im Sozialraum
- Einbeziehung relevanter Akteur*innen
- Wahrnehmung und Berücksichtigung der verschiedenen Perspektiven und Bedarfe
- Schaffung von Partizipations- und Beteiligungsstrukturen
Modul 6: Organisations- und Qualitätsentwicklung
- Reflexion und Entwicklung der Einrichtungsidentität und -kultur
- Qualitätsentwicklung und -management
- Systemische/ inklusive Organisationsentwicklung
- Visionen für die Einrichtung
| Modul | Thema | Format | Umfang | Termin |
|---|---|---|---|---|
| 4 | Führung von Mitarbeitenden | Präsenz | 2 Tage | 12.-14.10.2026 |
| 1 | Erziehungs- und Bildungsauftrag | Online | 3 Tage | 11.-13.01.2027 |
| 2 | Betriebsführung und Management | Online | 3 Tage | 15.-16.02.2027 |
| 5 | Zusammenarbeit und Kooperation im Sozialraum | Präsenz | 2 Tage | 29.-30.04.2027 |
| 6 | Organisations- und Qualitätsentwicklung und Abschluss | Präsenz | 2 Tage | 10.-11.06.2027 |
| + | 5 × Praxisgruppen | je 2 UStd. | zwischen den Modulen |
| Modul | Thema | Format | Umfang | Termin |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Erziehungs- und Bildungsauftrag | Präsenz | 3 Tage | 30.09.–02.10.2026 |
| 2 | Leitungspersönlichkeit, Selbstmanagement und fachliche Positionierung | Präsenz + Online | 3 Tage | 26.10.2026 + 09.-10.11.2026 |
| 3 | Betriebsführung und Management | Online | 2 Tage | 02.–03.12.2026 |
| 4 | Führung von Mitarbeitenden | Online | 3 Tage | 14.-15.12.2026 + 11.01.2027 |
| 5 | Zusammenarbeit und Kooperation im Sozialraum | Online | 2 Tage | 05.–06.04.2027 |
| 6 | Organisations- und Qualitätsentwicklung und Abschluss | Präsenz | 2 Tage | 04.–05.05.2027 |
| + | 5 × Praxisgruppen | je 2 UStd. | zwischen den Modulen |
| Modul | Thema | Format | Umfang | Termin |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Erziehungs- und Bildungsauftrag | Präsenz | 3 Tage | 07. - 08.12.2026 + 10.12.2026 |
| 2 | Betriebsführung und Management | Präsenz | 2 Tage | 20. - 21.01.2027 |
| 3 | Leitungspersönlichkeit, Selbstmanagement und fachliche Positionierung | Präsenz | 3 Tage | 22.01.2027 + 25. - 26.01.2027 |
| 4 | Führung von Mitarbeitenden | Präsenz | 3 Tage | 08. - 10.03.2027 |
| 5 | Zusammenarbeit und Kooperation im Sozialraum | Präsenz | 2 Tage | 11. - 12.03.2027 |
| 6 | Organisations- und Qualitätsentwicklung und Abschluss | Präsenz | 2 Tage | 28. - 29.04.2027 |
| + | 5 × Praxisgruppen | je 2 UStd. | zwischen den Modulen |
FACHKRAFT FÜR ALLTAGSINTEGRIERTE SPRACHBILDUNG UND -FÖRDERUNG
Sprache bildet die Basis für die sozial-emotionale, motorische und kognitive Entwicklung von Kindern. Der Ansatz der alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung für alle Kinder vom 1. Lebensjahr bis zum Schuleintritt bietet einen ressourcenorientierten Blick auf Sprachentwicklung sowie kindliche Sprachaneignungsprozesse. Sprachbildung wird als Querschnittsaufgabe verstanden, die sich quer durch den pädagogischen Alltag im feinfühligen Dialog mit dem Kind vollzieht. Hierbei bezieht sich die Sprachentwicklung auf verbale und nonverbale Kommunikationsmöglichkeiten und den individuellen Verlauf der einzelnen Kinder. Die Teilnehmenden dieser Qualifizierung durchlaufen einen Lernprozess, um mit der neuen Anforderung als Sprachfachkraft umgehen zu können und die Sprachentwicklung von Kindern optimal zu beobachten, zu dokumentieren, zu unterstützen und zu begleiten. Sie reflektieren ihren eigenen Sprachgebrauch, schaffen eine sprachanregende Atmosphäre und fungieren als Sprachvorbild. Darüber hinaus lernen die Teilnehmenden qualifiziert und selbstbewusst zu argumentieren sowie Eltern und Kolleg*innen zum Thema Sprachentwicklung zu informieren und zu beraten. Ziel ist es, Verbesserungspotential für die eigene Praxis zu identifizieren und die schon vorhandenen Prozesse zu verstetigen.
Diese Weiterbildung ist teilnehmerorientiert und verzahnt hier die aktuellen Bedarfe aus der Praxis mit theoretischem Wissen für die Praxis. Die Arbeit ist unterteilt in Einzel-, Team- und Gruppenarbeit und dient dem Austausch, der Teamentwicklung und der Weiterentwicklung der eigenen Handlungskompetenz. Im Zuge dieser Fortbildungsreihe ist die nachhaltige Umsetzung der gelernten Inhalte ein wesentliche Erfolgsfaktor.
Modul 1: Grundlagen und Meilensteine der Sprachentwicklung (2 Tage)
- Die eigene Rolle als Sprachfachkraft – Ziele und Vorstellungen
- Die Bedeutung von Sprache in der kindlichen Entwicklung
- Grundlagen des Spracherwerbs und der Sprachentwicklung (Sprachverständnis - Sprachproduktion)
- Vorsprachliche Entwicklung, Erwerbsstrategien und Eltern-Kind-Interaktion in der Kita erleben und begleiten
- Linguistische Ebenen und Grundlagen der Sprache (Aussprache, Wortschatz, Grammatik, Kommunikation/Pragmatik)
- Sprachentwicklung bei ein- und mehrsprachigen Kindern
- Meilensteine der Sprachentwicklung / Zone der nächsten Entwicklung von der Krippe bis zur Einschulung
- Abgrenzung Förderbedarf von Therapiebedarf
- Fallbeispiele, Einordnung und Austausch sowie Transfer in den Kitaalltag
Modul 2: Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung konkret (2 Tage)
- Bedeutung der Sprachstandserhebung – und Beobachtung
- Reflexion der eingesetzten Sprachbeobachtungsverfahren, Vor- und Nachteile
- Gesetzliche Grundlagen nach dem N-KiTaG zur Sprachbildung und -förderung
- alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung von der Krippe bis zur Einschulung
- Von der Beobachtung und Dokumentation zur differenzierten Sprachförderung
- Dialogische und beziehungsorientierte Grundhaltung
- Eigene Rolle als Sprachvorbild, das eigene Sprachmodell
- Sprachlehrstrategien
- Sprache als Motor: Interessen und Themen der Kinder aufgreifen
- Spezifizierung des eigenen Sprachangebots
- Sprachförderszenarien selber erstellen: planen, durchführen, reflektieren
- Transfer in die eigene Einrichtung
Modul 3: Mehrsprachigkeit begleiten und fördern (2 Tage)
- Reflexion der Transferaufgabe (Modul 2)
- Eigene Mehrsprachigkeit und sprachliche Vielfalt entdecken
- Phänomene und Formen der Mehrsprachigkeit sowie Bedeutung für die Identitätsentwicklung
- Sprachentwicklung bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache
- Umgang mit nichtsprechenden Kindern
- Differenzierte Förderung und gezielte Angebote für mehrsprachige Kinder (Unterstützte Kommunikation, Materialien, spezifische Förderangebote)
- Elternberatung zu Mehrsprachigkeit
- Mehrsprachigkeit als Ressource fördern (sichtbar/hörbar machen)
- Projekte/Aktionen/Raumgestaltung zum Thema Mehrsprachigkeit in der eigenen Einrichtung (Entwicklung einer Transferaufgabe)
Modul 4: Pädagogische Planung und Elternarbeit (2 Tage)
- Reflexion der Transferaufgabe (Modul 3)
- Gemeinsame IST-Stand-Analyse zum Bildungsbereich „Sprache“: Wo können/wollen/sollen wir anfangen und anknüpfen? – Konzeptionsarbeit
- Methoden- und Vielfalts- Check in der Kita (Wo steckt überall Sprache drin? Wie vielfältig / mehrsprachig präsentieren wir unsere Arbeit?)
- Sprachförderliche Umgebung, Sprechanlässe und sprachanregende Räume für Kinder
- Literacy
- Die Bedeutung von Büchern und Erzähltheatern
- Zusammenarbeit mit Eltern
- Formen der Elternarbeit zur Unterstützung der Sprachentwicklung (Elternberatung, Elterngespräche, Elternabende mit fachlichem Input zum Thema Sprache)
- Eltern beraten bei Sprachauffälligkeiten
- Vorbereitung des eigenen Praxisthemas
Modul 5: Transfer in die Praxis – Abschlusskolloquium mit Zertifizierung (2 Tage)
- Präsentation eines eigenen Praxisthemas
- Stärkung und Klärung der Rolle „Sprachfachkraft“ im Kita-Team, Möglichkeiten der Multiplikation und Anregung von Arbeitsprozessen im Team
- Rückblick und Reflexion der eigenen Entwicklungsschritte
- Eigene Ziele und nächste Schritte
- Ressourcenpflege: Welche Ressourcen sind entstanden? Welche Ressourcen helfen bei Hindernissen?
- Evaluation und Nachhaltigkeit
- Würdigung und Abschluss der Seminarreihe
- Zertifizierung
FACHKRAFT FÜR ELTERNKOOPERATION
Elternkooperation ist nicht mehr aus der Kita-Praxis wegzudenken. Sie fordert Eltern und Fachkräfte dazu auf, sich aufeinander einzulassen. Dabei definiert der Begriff „Erziehungspartnerschaft“ die gemeinsame Kooperationsbeziehung als demokratisch, wert- schätzend und respektvoll. Schließlich soll die Kooperation aus der Perspektive aller Beteiligten sinnvoll und passend im Sinne des Kindes gestaltet sein. Gleichzeitig sind Erziehungspartnerschaften dynamische Systeme, die pädagogische Fachkräfte vor spezifische Herausforderungen stellen. Diese Qualifizierung widmet sich den Handlungsfeldern und Gestaltungsräumen von individuellen sowie lebensweltbezogenen Kooperationsbeziehungen mit Eltern:
- Stärkung der beruflichen Identität mit der wichtigen Aufgabe der Elternkooperation
- Entwicklung eines systemischen Zugangs zur Elternkooperation
- Einblicke in die Vielfalt von Elternschaften und ihren Kooperationsbedürfnissen
- Reflektion und Weiterentwicklung der eigenen Haltung in Bezug auf unterschiedliche Eltern
- Weiterentwicklung der Kompetenzen in Bezug auf Gesprächsführung und unterschiedliche Beteiligungsformen
- Handlungssicherheit für schwierige Situationen mit Eltern
Modul 1: Erziehungspartnerschaft als Ressource (2 Tage)
- Relevanz der Erziehungspartnerschaft
- Rollen- und Aufgabenklärung in Bezug auf Elternarbeit
- Professionelles Nähe-/Distanzverhältnis
- Haltung als wesentlicher Faktor für eine gelingende Erziehungspartnerschaft
- Systemische Zugänge zur Erziehungspartnerschaft
- Vielfalt und Lebenswelten von Elternschaften und Pluralität von Familienformen kennen und wertschätzen
- Gelingende Erziehungspartnerschaft mit allen Eltern
- Grenzen der Elternarbeit: Kinder und Familien in Krisensituationen
Modul 2: Systemisches Handwerkzeug für Elterngespräche (2 Tage)
- Grundlagen der ressourcen- und -lösungsorientierten Gesprächsführung
- Kommunikationskompetenz im Kontext von Elterngespräche
- Individuelle Schwerpunktthemen für Elterngespräche: Eingewöhung, Entwicklung, etc.
- Schwierige Elterngespräche führen
- Wertschätzende Haltung, Lösungsfindung und Erste Hilfe-Strategien bei Konfliktgesprächen
- Professionelle Elternabende gestalten
Modul 3: Elternkooperation partizipativ stärken (2 Tage)
- Beteiligungskultur und Beteiligungsprozesse für Eltern und Kinder
- Die Eingewöhnung als Grundstein der Elternkooperation
- Teilhabe und Teilnahme der Eltern im Kita-Alltag
- Wie lassen sich die Eltern als Partner in das Kita-Geschehen miteinbinden?
- Wie lassen sich Kompetenzen und Informationen der Eltern für die Entwicklung der Kinder sinnvoll nutzen?
- Beteiligungsrechte der Kinder: Beschwerdeverfahren etablieren und Eltern beteiligen
Modul 4: Abschlusskolloquium mit Zertifizierung (1Tag)
- Präsentation eines eigenen Praxisthemas
- Qualitätsentwicklung und Sicherung in der praktischen Anwendung
- Evaluation und Nachhaltigkeit
FACHKRAFT FÜR FAMILIEN- UND SOZIALRAUMORIENTIERUNG IN DER KITA
Kindertageseinrichtungen sind heute weit mehr als Bildungsorte für Kinder. Sie sind für viele Familien zentrale Anlaufstellen im Alltag und häufig die erste Institution, die Bedarfe, Belastungen und Unterstützungswünsche wahrnimmt. Damit übernehmen Kitas zunehmend eine vermittelnde Rolle zwischen Familien, Bildungssystem und Angeboten im Sozialraum.
Im Sinne einer familien- und sozialraumorientierten Kita-Praxis, wie sie im Early-Excellence-Ansatz verankert ist, stehen nicht nur das einzelne Kind, sondern seine Lebenswelt, sein Umfeld und verfügbare Unterstützungsstrukturen im Mittelpunkt. Familien werden als Expert*innen ihrer Kinder verstanden, deren Perspektiven und Erfahrungen eine zentrale Grundlage der pädagogischen Arbeit bilden. Die Zusammenarbeit erfolgt auf Augenhöhe in einem respektvollen, dialogischen Prozess, in dem Vielfalt als Ressource verstanden und einbezogen wird. Kitas verstehen sich als aktive Akteure im Sozialraum, die Familien Orientierung geben und Zugänge zu unterstützenden Netzwerken eröffnen.
Die Qualifizierung „Fachkraft für Familien- und Sozialraumorientierung“ vermittelt pädagogischen Fachkräften Kompetenzen, Familien ressourcenorientiert zu begleiten, Gespräche auch in komplexen Situationen sicher zu führen und Unterstützungsangebote im Sozialraum gezielt nutzbar zu machen. Ziel ist es, die professionelle Handlungssicherheit im Umgang mit vielfältigen Lebenslagen sowie die Orientierung und Teilhabe von Familien zu stärken.
Die Teilnehmenden erweitern ihr Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten von Familien, entwickeln eine sichere Gesprächsführung auch in herausfordernden Kontexten und lernen, Netzwerke im Sozialraum systematisch einzubeziehen. Sie stärken ihre Fähigkeit, Eltern als Expert*innen ihrer Kinder einzubinden, Vielfalt als Ressource zu nutzen und ihre Einrichtung familien- und sozialraumorientiert weiterzuentwickeln.
Die Qualifizierung schließt bei regelmäßiger Teilnahme mit einem Zertifikat ab. Als Eigenleistung entwickeln die Teilnehmenden ein Praxisprojekt zu einem selbst gewählten Thema aus den Bereichen Familienorientierung, Beratung oder Sozialraumvernetzung. Die Ergebnisse werden im Rahmen des Abschlusskolloquiums vorgestellt und reflektiert.
Modul 1 (2 Tage)
Familien verstehen – Haltung entwickeln, Vielfalt anerkennen
- Lebenslagen von Familien im gesellschaftlichen Wandel
- Vielfalt von Familienformen und kulturellen Hintergründen
- Early Excellence: Familien als Expert*innen ihrer Kinder
- Ressourcenorientierte und systemische Perspektiven
- Interkulturelle und diskriminierungssensible Grundhaltung
- Erziehungspartnerschaft auf Augenhöhe
- Professionelle Rolle, Nähe und Abgrenzung
Modul 2 (2 Tage)
Familien stärken – Beratung, Kommunikation und Empowerment
- Grundlagen systemischer und lösungsorientierter Beratung
- Gesprächsführung in herausfordernden Situationen
- Kultursensible Kommunikation und Sprachbewusstsein
- Umgang mit Sprachbarrieren und unterstützenden Methoden
- Gesprächsführung in herausfordernden Situationen
- Empowerment von Familien
- Grenzen pädagogischer Beratung und Weitervermittlung
Modul 3 (2 Tage)
Sozialraum erschließen – Netzwerke und Teilhabe ermöglichen
- Sozialraumorientierung als professionelles Handlungsansatz
- Kita als Brückeninstanz zwischen Familien und Hilfesystemen
- Unterstützungsangebote, Beratungsstellen und Präventionsketten
- Orientierung im Hilfesystem (inkl. Bildung und Teilhabe / Teilhabepaket)
- Netzwerkaufbau und Kooperation im Sozialraum
- Förderung von Elterninitiativen und Selbstorganisation
- Interkulturelle Öffnung von Angeboten und Zugängen
Modul 4 (2 Tage)
Familienorientierung nachhaltig gestalten – Konzept und Transfer
- Entwicklung familienorientierter Angebotsstrukturen
- Interkulturell sensible und teilhabeorientierte Konzeptarbeit
- Familienorientierung als Bestandteil von Qualitätsentwicklung
- Transfer in die eigene Einrichtungspraxis
- Präsentation und Reflexion des Praxisprojektes
- Abschluss und Zertifizierung
FACHKRAFT FÜR KINDERSCHUTZ IN DER KITA
Kinder haben das Recht auf ein gewaltfreies und sicheres Aufwachsen. Kindertageseinrichtungen tragen dabei eine besondere Verantwortung, Kinder in ihren Rechten zu stärken, sie vor Grenzverletzungen zu schützen und bei Gefährdungen professionell zu handeln. Kitas als Schutzorte benötigen qualifizierte Fachkräfte, die Kinderschutz nicht nur als gesetzlichen Auftrag verstehen, sondern als festen Bestandteil ihrer pädagogischen Haltung und täglichen Praxis. Gleichzeitig braucht es im Team Klarheit über Zuständigkeiten, Sicherheit im Vorgehen und die Fähigkeit, auch in komplexen Situationen fachlich angemessen zu handeln und Kinder konsequent zu schützen. In dieser Qualifizierungsreihe erwerben die Teilnehmenden fundiertes Wissen zu Prävention, Intervention und institutionellem Kinderschutz. Ziel ist es, Kinderschutz im pädagogischen Alltag nicht nur anzuwenden, sondern nachhaltig in der Kita zu verankern und aktiv mitzugestalten. Im Mittelpunkt stehen dabei Formen von Gewalt, Machtmissbrauch und Vernachlässigung sowie die Entwicklung eines bewussten, machtsensiblen und beteiligungsorientierten Umgangs mit Kindern. Darüber hinaus werden Wege zur Entwicklung und Weiterentwicklung institutioneller Schutzkonzepte erarbeitet, die im Alltag tragfähig umgesetzt werden können.
Modul 1: Kinderschutz als Auftrag der Kita – Grundlagen und Schutzkonzepte
• Einführung in die Qualifizierungsreihe
• Kinderrechte, Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung
• Kinderschutz als gesetzlicher und pädagogischer Auftrag
• Die Kita als Schutz-, Bildungs- und Beziehungsort
• Professionelle Haltung im Kinderschutz
• Macht, Verantwortung sowie Nähe und Distanz im pädagogischen Alltag
• Einführung in Aufbau und Bestandteile eines Schutzkonzeptes
Modul 2: Intervention im Kinderschutz I – Schutzauftrag professionell umsetzen
• Rechtliche Grundlagen des § 8a SGB VIII
• Wahrnehmung und Einordnung gewichtiger Anhaltspunkte
• Verfahrensabläufe bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
• Dokumentation und Risikoeinschätzung
• Zusammenarbeit mit Leitung, Team und InsoFa
• Handlungssicherheit in komplexen Entscheidungssituationen
Modul 3: Intervention im Kinderschutz II – Im Kontakt bleiben, auch im Konflikt
• Gesprächsführung im Kinderschutzkontext
• Schwierige Elterngespräche vorbereiten und führen
• Umgang mit Widerstand, Abwehr und emotionalen Reaktionen
• Transparenz und Schutzauftrag professionell verbinden
• Deeskalierende Kommunikation
• Praxisorientierte Fallarbeit
Modul 4: Partizipation als Schutzfaktor
• Kinderrechte und Beteiligung im Kita-Alltag
• Partizipation als Grundlage von Prävention
• Selbst- und Mitbestimmungsrechte von Kindern stärken
• Beteiligungsstrukturen entwickeln und reflektieren
• Machtkritische Perspektiven auf pädagogisches Handeln
• Grenzen und Möglichkeiten von Partizipation
Modul 5: Beschwerdeverfahren und Beteiligungskultur
• Beschwerde als Kinderrecht und Schutzinstrument
• Entwicklung kindgerechter Beschwerdewege
• Umgang mit Kritik, Konflikten und Rückmeldungen
• Fehlerfreundlichkeit und Lernkultur in Einrichtungen
• Beteiligungsorientierte Beschwerdebearbeitung
• Beschwerdeverfahren als Bestandteil des Schutzkonzeptes
Modul 6: Sexualpädagogisches Konzept als Bestandteil des Kinderschutzes
• Psychosexuelle Entwicklung von Kindern
• Kindliche Sexualität verstehen und begleiten
• Körper, Grenzen und Selbstbestimmung
• Umgang mit Doktorspielen und Grenzverletzungen
• Prävention sexualisierter Gewalt
• Zusammenarbeit mit Eltern in sensiblen Themenfeldern
Modul 7: Verhaltenskodex und Feedbackkultur entwickeln
• Verhaltenskodex als Orientierung für professionelles Handeln
• Nähe und Distanz im pädagogischen Alltag
• Machtbewusstes und grenzachtendes Handeln
• Umgang mit Grenzverletzungen im Team
• Entwicklung einer konstruktiven Feedbackkultur
• Kinderschutz durch transparente Vereinbarungen
Modul 8: Meine Rolle als Kinderschutzfachkraft in der Kita
• Rollenklärung als Multiplikator*in oder Leitungskraft
• Kinderschutzprozesse im Team begleiten
• Umgang mit Widerständen und Unsicherheiten
• Kinderschutz als Team- und Leitungsaufgabe
• Implementierung von Schutzkonzepten in der Praxis
• Nachhaltige Verankerung einer beteiligungsorientierten Schutzkultur
Modul 9: Transfer in die Praxis – Abschlusskolloquium mit Zertifizierung
• Präsentation der Praxisarbeiten
• Reflexion der eigenen Lern- und Entwicklungsprozesse
• Fachlicher Austausch zu Umsetzungsprojekten
• Kollegiale Beratung und Transferplanung
• Sicherung nachhaltiger Kinderschutzpraxis in der Einrichtung
• Zertifikatsvergabe
KRIPPENPÄDAGOGIK GRUNDKURS
In der Gestaltung früher Lern- und Lebenswelten spielt neben der Familie die Kindertageseinrichtung zunehmend eine zentrale Rolle. Der Ausbau der institutionellen Betreuung der Kinder bis 3 Jahren hat mittlerweile einen anerkannten Stellenwert in der Bildungslandschaft und stellt eine besondere Herausforderung in der Frühpädagogik dar. Sie erfordert vor allem ein neues Fachwissen, welches sich auf aktuelle Erkenntnisse aus der Bindungsforschung, der Entwicklungspsychologie und der Neurobiologie bezieht, sowie eine professionelle Haltung, die sich an den Bedürfnissen und Ressourcen des einzelnen Kindes orientiert. Alles was Kinder in den ersten drei Jahren erfahren, bewältigen und lernen können, nimmt Einfluss auf ihre gesamte weitere Entwicklung. Daher ist neben der fachlichen Qualifizierung ebenso eine Neudefinition der eigenen Rolle als pädagogische Fachkraft in der Arbeit mit Kindern unter drei Jahren von Nöten. Entwicklungsbegleitung hat einen entscheidenden Einfluss auf das, was Kinder in ihrem Selbstbild integrieren, welche Widerstandskräfte und Schutzfaktoren sie implementieren werden.
Modul 1: „Die Fachkraft als sicherer Hafen“
• Biografische Selbstreflexion als Grundlage professionellen Handelns
• Rollen- und Selbstverständnis pädagogischer Fachkräfte
• Entwicklung und Reflexion einer professionellen Haltung
• Bindungs- und Bedürfnisorientierung als zentrale Entwicklungsgrundlage
• Gestaltung kultursensibler Eingewöhnungsprozesse
Modul 2: „Was ist eigentlich „Normal“?“
• Grundlagen der Entwicklungspsychologie
• Verstehen von Verhalten im Sinne „guter Gründe“
• Entwicklung einer ressourcenorientierten Haltung
• Schutzfaktoren und Resilienz im frühen Kindesalter
Modul 3: „Schlüsselsituationen im pädagogischen Alltag“
• Gestaltung von Essenssituationen als Bildungs- und Beziehungssituationen
• Schlaf- und Ruhephasen professionell begleiten
• Begleitung in der Autonomie der Ausscheidungen
• Reflexion und Weiterentwicklung der Angebotskultur
• Förderung von Selbst- und Mitbestimmung sowie Kompetenzerleben in der frühen Kindheit
Modul 4: „Vom Ich zum Wir“
• Sozial-emotionale Entwicklung von Kindern und ihre Bedeutung für die pädagogische Praxis
• Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen (z. B. Kratzen, Beißen, Hauen)
• Die Wirkung unserer (An)Sprache auf das Selbst-Bewusstsein des Kindes
• Spiel als zentraler Entwicklungsraum sozial-emotionaler Kompetenzen
• Gestaltung und Begleitung von Mikrotransitionen im pädagogischen Alltag
Modul 5: „Obacht und Achtung bei der Beobachtung“ – Digitale Unterstützungsmöglichkeiten nutzen und anwenden
• Einsatz digitaler Medien zur Unterstützung von Beobachtungs- und Dokumentationsprozessen im Kita-Alltag
• Professionelle Entwicklungsdokumentation als pädagogisches Instrument
• Portfolioarbeit, das „Buch des Kindes“ und Lerngeschichten als Bildungsdokumentation
Modul 6: „Ohne Eltern geht es nicht“
• Gestaltung professioneller Elterngespräche
• Aufbau und Weiterentwicklung einer tragfähigen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft
Modul 7: „Vom Beschützen und Loslassen - Der Übergang zu den Großen“
• Brücken bauen als Gestaltungsaufgabe von päd. Fachkräften
• (Entwicklungs-)Aufgaben im Prozess des Übergangs erkennen und begleiten
• Übergangskompetenzen als zentrale Schutzfaktoren stärken
Modul 8: Praxistransfer – Rückblick auf den eigenen Lernweg
In diesem Modul wird es abschließend um ein selbstgewähltes Praxisthema gehen, das auf ganz individuelle Art präsentiert werden kann. Es wird sich inhaltlich um die Frage drehen:
• „Wie konnten und können wir die Inhalte in der Praxis verankern und umsetzen?“ - Transfer der Weiterbildungsinhalte in die eigene berufliche Praxis
• „Wo wurden/werden Veränderungen sichtbar?“ - Reflexion sichtbarer Veränderungen im pädagogischen Alltag
• Dokumentation des individuellen Lern- und Entwicklungsprozesses der Teilnehmer*innen während der Weiterbildung
• Rückblick auf persönliche und professionelle Entwicklungsschritte
FACHKRAFT FÜR MEDIENBILDUNG IN DER KITA
Ziele und Nutzen
Digitale Medien sind ein selbstverständlicher Bestandteil der Lebenswelt von Kindern und Familien und damit auch ein Thema frühkindlicher Bildung. Medienbildung in der Kita bedeutet, Kinder in ihrer Auseinandersetzung mit Medien entwicklungsangemessen zu begleiten, zu schützen, ihre Kompetenzen zu stärken und ihnen einen verantwortungsvollen und kreativen Umgang mit Medien zu ermöglichen. Gleichzeitig stellt die Digitalisierung pädagogische Fachkräfte und Einrichtungen vor neue Aufgaben. Neben der praktischen Medienbildung mit Kindern geht es um die eigene Haltung und Medienkompetenz, die Zusammenarbeit im Team, die Entwicklung einer medienpädagogischen Konzeption sowie die Zusammenarbeit mit Eltern und Familien.
Die Qualifizierung vermittelt fachliche Grundlagen und praxisorientierte Handlungsmöglichkeiten für eine kindorientierte und alltagsintegrierte Medienbildung. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Medium, sondern das Kind mit seinen individuellen Entwicklungs- und Lernprozessen. Die Teilnehmenden erweitern ihre fachlichen und methodischen Kompetenzen, um Medienbildung entwicklungsorientiert, alltagsintegriert und verantwortungsvoll in der Kita umzusetzen. Sie reflektieren ihre eigene Haltung, entwickeln Handlungssicherheit im Umgang mit digitalen Medien und erarbeiten Ansätze für die Zusammenarbeit mit Team und Eltern.
Modul 1: Pädagogischer Auftrag und Medienbildung
- Medienbildung als Bildungsaufgabe und Kinderrecht
- Entwicklungsorientierte Medienbildung: Das Kind steht im Mittelpunkt
- Medienerfahrungen, Medienhelden und aktuelle Medientrends
- Chancen und Herausforderungen digitaler Medien
- aktuelle pädagogische, psychologische und neurologische Erkenntnisse
- digitale Medien in der Sprachbildung
Modul 2: Team und Einrichtung – Medienbildung gemeinsam entwickeln
- Medienbildung als gemeinsame Aufgabe der Kita
- Reflexion der eigenen Medienbiografie und Haltung
- Eigene Medienkompetenz stärken
- digitale Teamarbeit und Teamkultur
- Datenschutz und rechtliche Grundlagen
- Grundlagen der medienpädagogischen Konzeption
- Verankerung von Medienbildung im pädagogischen Alltag
Modul 3: Medienbildung gestalten – Methoden und Praxis
- Medienbildung als Querschnittsthema im pädagogischen Alltag
- digitale und analoge Bildungsangebote verbinden
- kreative Medienprojekte mit Kindern durchführen
- alltagsintegrierte Methoden der Medienbildung in der Praxis verankern.
- Medienbildung ausgehend von Interessen und Alltagserfahrungen der Kinder
- Partizipation und aktive Mediengestaltung
- Prävention und Schutz im Umgang mit digitalen Medien
Modul 4: Eltern und Familien – Medienbildung gemeinsam gestalten
- Medienerziehung als Teil der Erziehungspartnerschaft
- Zusammenarbeit mit Eltern und Familien
- Eltern informieren, sensibilisieren und beraten
- Gesprächsführung und Kommunikation zu Fragen der Medienerziehung
- Partizipation von Kindern und Eltern
- Beratungs- und Unterstützungsangebote
FACHKRAFT FÜR PRAXISMENTORING IN DER KITA
Nach dem Curriculum zur Qualifizierungsinitiative Praxismentoring des Niedersächsischen Kultusministeriums
Ziele/ Nutzen
Die Kita als Ausbildungsort spielt eine zentrale Rolle für die Gestaltung der Erzieher*innen-Ausbildung und übernimmt damit eine Mitverantwortung in der Qualifikation zukünftiger Erzieher*innen. Dadurch wird Praxismentoring zu einer wichtigen Tätigkeit, die pädagogische Fachkräfte in den Kitas vor vielfältige und komplexe Aufgaben stellt. Diese Qualifizierung vermittelt fachliche Impulse bezogen auf die fachliche Anleitung, Beratung und Unterstützung von Auszubildenden. Neben der Wissensvermittlung im Rahmen des Praxismentorings stehen die Entwicklung professioneller Gesprächsführung, die gezielte Anleitung in konkreten Praxissituationen sowie die Begleitung der persönlichen und fachlichen Entwicklung zur pädagogischen Fachkraft im Mittelpunkt. Ergänzend werden die relevanten Rahmenbedingungen der Ausbildung sowie rechtliche Grundlagen vermittelt. Wirksame Prozesse und Konzepte im Kita-Alltag für die Integration des Praxismentorings im Kita-Alltag werden vermittelt und erprobt. Nicht zuletzt ist das Praxismentoring im Team und in der Konzeption der Kita zu verankern. Die jeweils regional zuständigen Fachschulen werden an der Durchführung der Qualifizierung beteiligt.
Modul 1: Identität als Praxismentorin/Praxismentor entwickeln (1 Tag)
- Klärung des eigenen Rollenverständnisses als Praxismentor*in
- Bedeutung des Praxismentorings für die Qualitätsentwicklung pädagogischer Arbeit im Lernort Praxis
- Reflexion der eigenen Berufsbiografie und des eigenen Handelns als Grundlage professionellen Mentorings
- Kennenlernen unterschiedlicher Stile und Vorgehensweisen im Praxismentoring
- Entwicklung einer vorurteilsbewussten und ressourcenorientierten Haltung in der Begleitung von Auszubildenden
- Gültige Vorgaben und Handlungsempfehlungen für die praktische Ausbildung am Lernort Praxis
- Klärung der Aufgaben, Rollen und Zuständigkeiten der Lernorte Praxis und Schule
- Reflexion eigener Zielsetzungen und Erwartungen im Spannungsfeld von Schule, Kita und Auszubildenden
Modul 2: Praktische Ausbildung planen und begleiten (1 Tag)
- Kompetenz- und ressourcenorientierte Gestaltung der praktischen Ausbildung
- Förderung selbstgesteuerter Lernprozesse durch eine partizipative und entwicklungsorientierte Begleitung der Auszubildenden
- Orientierung an den Dimensionen beruflicher Handlungskompetenz als zentrales Ziel der Ausbildung
- Unterstützung beim Aufbau und der Weiterentwicklung pädagogischer Handlungskompetenz im Praxisalltag
- Vermittlung didaktischer und methodischer Impulse für eine lernförderliche Anleitungssituation
- Entwicklungsfördernde pädagogische Vorgehensweisen und Methoden im Mentoring
- Schulische Ausbildungskonzepte unter Berücksichtigung zugrundeliegender curricularer Vorgaben
Modul 3: Auszubildende in der pädagogischen Arbeit beobachten und beurteilen (1 Tag)
- Bedeutung von Beobachtung und Beurteilung im Kontext des Praxismentorings
- Reflexion subjektiver Wahrnehmung und Entwicklung einer kritisch-reflexiven Haltung im Beobachtungsprozess
- Beobachtung und Dokumentation zur Erfassung von Lern– und Bildungsprozessen
- Fachliche und rechtliche Bestimmungen bei der Beurteilung praktischer Ausbildung
- Bedeutung von Beurteilung als Unterstützung für den Kompetenzerwerb
- Kriterien und Methoden der Formulierung aussagekräftiger und nachvollziehbarer Beurteilungen
Modul 4: Auszubildende beraten (2 Tage)
- Einführung in verschiedene Beratungsansätze und Methoden im Praxismentoring
- Zielsetzung und Bedeutung professioneller Beratungsprozesse in der Ausbildung
- Erkennen von Beratungsbedarfen bei Auszubildenden im Praxisalltag
- Strukturierung und Organisation von Beratungsgesprächen im beruflichen Alltag
- Professionelle Gesprächstechniken und Kommunikationsverhalten
- Entwicklung von Strategien zur konstruktiven Konfliktlösung
Modul 5: Mit Auszubildenden reflektieren (1 Tag)
- Bedeutung und Notwendigkeit der Reflexion bei der Entwicklung der beruflichen Handlungskompetenz
- Einführung in Methoden sowie Grundsätze von Reflexions- und Feedbackprozessen
- Stärkenorientierte Begleitung und konstruktive Unterstützung in Reflexionssituationen
- Reflexion als Querschnittsaufgabe des Praxismentorings und des pädagogischen Handelns
- Training und praktische Erprobung von Reflexions- und Entwicklungsgesprächen
Modul 6: Reflexion im Hinblick auf die Durchführung der praktischen Ausbildung (1 Tag)
- Entwicklung einer vertrauensvollen und offenen Haltung im Beratungsprozess
- Möglichkeiten und Grenzen von Beratung im Praxismentoring
- Einführung in die kollegiale Beratung als unterstützendes Instrument
- Anwendung unterschiedlicher Beratungskonzepte im Ausbildungskontext
Modul 7: Praxismentoring organisieren (1 Tag)
- Organisation des Praxismentorings im Einklang mit der Konzeption der Einrichtung
- Regelungen des Arbeitsschutzes, der Aufsichtspflicht und anderer rechtlich relevanter Vorgaben
- Gestaltung einer wertschätzenden Willkommens- und Abschiedskultur für Auszubildende
- Bewerbungsverfahren und Vorgehensweisen der Platzvergabe unter Berücksichtigung der Vorgaben des Landes für die praktische Ausbildung
Modul 8: Netzwerke und Ausbildungskonzepte entwickeln und verankern (1 Tag)
- Reflexion der Rollen und Aufgabenbereiche von Praxiskoordinator*innen, Praxismentor*innen und weiteren beteiligten Akteur*innen
- Erarbeitung zentraler Merkmale wirkungsvoller Ausbildungskonzepte
- Bedeutung und Nutzen von Netzwerkarbeit im Kontext der Ausbildung
- Entwicklung eines einrichtungsbezogenen, im Team abgestimmten Ausbildungskonzeptes
- Systematische Nutzung vorhandener Teamressourcen zur Stärkung des Praxismentorings
Die Qualifizierung schließt bei regelmäßiger Teilnahme mit einem Zertifikat ab. Die Eigenleistung besteht in der Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung und Reflexion von zielgerichteten Beratungs- bzw. Reflexionsgesprächen, im Führen eines Lerntagebuchs und Erarbeitung einer Willkommensmappe für Auszubildende.
FACHKRAFT FÜR PRAXISMENTORING IN DER KITA
Nach dem Curriculum zur Qualifizierungsinitiative Praxismentoring des Niedersächsischen Kultusministeriums
Ziele/ Nutzen
Die Kita als Ausbildungsort spielt eine zentrale Rolle für die Gestaltung der Erzieher*innen-Ausbildung und übernimmt damit eine Mitverantwortung in der Qualifikation zukünftiger Erzieher*innen. Dadurch wird Praxismentoring zu einer wichtigen Tätigkeit, die pädagogische Fachkräfte in den Kitas vor vielfältige und komplexe Aufgaben stellt. Diese Qualifizierung vermittelt fachliche Impulse bezogen auf die fachliche Anleitung, Beratung und Unterstützung von Auszubildenden. Neben der Wissensvermittlung im Rahmen des Praxismentorings stehen die Entwicklung professioneller Gesprächsführung, die gezielte Anleitung in konkreten Praxissituationen sowie die Begleitung der persönlichen und fachlichen Entwicklung zur pädagogischen Fachkraft im Mittelpunkt. Ergänzend werden die relevanten Rahmenbedingungen der Ausbildung sowie rechtliche Grundlagen vermittelt. Wirksame Prozesse und Konzepte im Kita-Alltag für die Integration des Praxismentorings im Kita-Alltag werden vermittelt und erprobt. Nicht zuletzt ist das Praxismentoring im Team und in der Konzeption der Kita zu verankern. Die jeweils regional zuständigen Fachschulen werden an der Durchführung der Qualifizierung beteiligt.
Die Qualifizierung schließt bei regelmäßiger Teilnahme mit einem Zertifikat ab. Die Eigenleistung besteht in der Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung und Reflexion von zielgerichteten Beratungs- bzw. Reflexionsgesprächen, im Führen eines Lerntagebuchs und Erarbeitung einer Willkommensmappe für Auszubildende.
Modul 1: Identität als Praxismentorin/Praxismentor entwickeln (1 Tag)
- Klärung des eigenen Rollenverständnisses als Praxismentor*in
- Bedeutung des Praxismentorings für die Qualitätsentwicklung pädagogischer Arbeit im Lernort Praxis
- Reflexion der eigenen Berufsbiografie und des eigenen Handelns als Grundlage professionellen Mentorings
- Kennenlernen unterschiedlicher Stile und Vorgehensweisen im Praxismentoring
- Entwicklung einer vorurteilsbewussten und ressourcenorientierten Haltung in der Begleitung von Auszubildenden
- Gültige Vorgaben und Handlungsempfehlungen für die praktische Ausbildung am Lernort Praxis
- Klärung der Aufgaben, Rollen und Zuständigkeiten der Lernorte Praxis und Schule
- Reflexion eigener Zielsetzungen und Erwartungen im Spannungsfeld von Schule, Kita und Auszubildenden
Modul 2: Praktische Ausbildung planen und begleiten (1 Tag)
- Kompetenz- und ressourcenorientierte Gestaltung der praktischen Ausbildung
- Förderung selbstgesteuerter Lernprozesse durch eine partizipative und entwicklungsorientierte Begleitung der Auszubildenden
- Orientierung an den Dimensionen beruflicher Handlungskompetenz als zentrales Ziel der Ausbildung
- Unterstützung beim Aufbau und der Weiterentwicklung pädagogischer Handlungskompetenz im Praxisalltag
- Vermittlung didaktischer und methodischer Impulse für eine lernförderliche Anleitungssituation
- Entwicklungsfördernde pädagogische Vorgehensweisen und Methoden im Mentoring
- Schulische Ausbildungskonzepte unter Berücksichtigung zugrundeliegender curricularer Vorgaben
Modul 3: Auszubildende in der pädagogischen Arbeit beobachten und beurteilen (1 Tag)
- Bedeutung von Beobachtung und Beurteilung im Kontext des Praxismentorings
- Reflexion subjektiver Wahrnehmung und Entwicklung einer kritisch-reflexiven Haltung im Beobachtungsprozess
- Beobachtung und Dokumentation zur Erfassung von Lern– und Bildungsprozessen
- Fachliche und rechtliche Bestimmungen bei der Beurteilung praktischer Ausbildung
- Bedeutung von Beurteilung als Unterstützung für den Kompetenzerwerb
- Kriterien und Methoden der Formulierung aussagekräftiger und nachvollziehbarer Beurteilungen
Modul 4: Auszubildende beraten (2 Tage)
- Einführung in verschiedene Beratungsansätze und Methoden im Praxismentoring
- Zielsetzung und Bedeutung professioneller Beratungsprozesse in der Ausbildung
- Erkennen von Beratungsbedarfen bei Auszubildenden im Praxisalltag
- Strukturierung und Organisation von Beratungsgesprächen im beruflichen Alltag
- Professionelle Gesprächstechniken und Kommunikationsverhalten
- Entwicklung von Strategien zur konstruktiven Konfliktlösung
Modul 5: Mit Auszubildenden reflektieren (1 Tag)
- Bedeutung und Notwendigkeit der Reflexion bei der Entwicklung der beruflichen Handlungskompetenz
- Einführung in Methoden sowie Grundsätze von Reflexions- und Feedbackprozessen
- Stärkenorientierte Begleitung und konstruktive Unterstützung in Reflexionssituationen
- Reflexion als Querschnittsaufgabe des Praxismentorings und des pädagogischen Handelns
- Training und praktische Erprobung von Reflexions- und Entwicklungsgesprächen
Modul 6: Reflexion im Hinblick auf die Durchführung der praktischen Ausbildung (1 Tag)
- Entwicklung einer vertrauensvollen und offenen Haltung im Beratungsprozess
- Möglichkeiten und Grenzen von Beratung im Praxismentoring
- Einführung in die kollegiale Beratung als unterstützendes Instrument
- Anwendung unterschiedlicher Beratungskonzepte im Ausbildungskontext
Modul 7: Praxismentoring organisieren (1 Tag)
- Organisation des Praxismentorings im Einklang mit der Konzeption der Einrichtung
- Regelungen des Arbeitsschutzes, der Aufsichtspflicht und anderer rechtlich relevanter Vorgaben
- Gestaltung einer wertschätzenden Willkommens- und Abschiedskultur für Auszubildende
- Bewerbungsverfahren und Vorgehensweisen der Platzvergabe unter Berücksichtigung der Vorgaben des Landes für die praktische Ausbildung
Modul 8: Netzwerke und Ausbildungskonzepte entwickeln und verankern (1 Tag)
- Reflexion der Rollen und Aufgabenbereiche von Praxiskoordinator*innen, Praxismentor*innen und weiteren beteiligten Akteur*innen
- Erarbeitung zentraler Merkmale wirkungsvoller Ausbildungskonzepte
- Bedeutung und Nutzen von Netzwerkarbeit im Kontext der Ausbildung
- Entwicklung eines einrichtungsbezogenen, im Team abgestimmten Ausbildungskonzeptes
- Systematische Nutzung vorhandener Teamressourcen zur Stärkung des Praxismentorings
SMART TALENTS FÜR KITA-LEITUNGEN UND STELLVERTRETUNGEN
Ziele/Nutzen:
Das Seminar hat zum Ziel erfahrene Kita-Führungskräfte in ihrem Handeln zu bestätigen und neue Impulse zu setzen. Es bietet Gelegenheit, das eigene Führungsverhalten zu reflektieren und Handlungsspielräume auf der Basis neuer Information zu erweitern, um einen spürbaren Mehrwert für den eigenen Führungsalltag zu schaffen. Als Leitungskraft einer Kita gilt es, Rahmenbedingungen zu gestalten. Gute Führungskräfte sorgen für die Zufriedenheit aller Angestellten ebenso wie für den Erfolg des Unternehmens. Sie leiten Teams an und steigern Motivation und Produktivität. Um den vielfältigen Leitungsanforderungen gerecht zu werden, sind zusätzliche Kompetenzen erforderlich.
Modul 1: Reflexion meiner Führungstätigkeit (2 Tage)
- Rückblick auf meinen Führungsalltag und mein Führungsverständnis
- Strukturierter Erfahrungsaustausch zur Weiterentwicklung der eigenen Leitungskompetenz
- Systemischer Blick – Die Kita als Teil des Sozialraumes und politischen Gefüges verstehen
- Gestaltung einer konstruktiven und wertschätzenden Zusammenarbeit mit Eltern, Team und Träger im Spannungsfeld von Chancen und Herausforderungen.
- Change Management
- Bearbeitung und Reflexion praxisrelevanter Fragestellungen und aktueller Herausforderungen aus dem Führungsalltag
Modul 2: Teilnahme am DISG® – Arbeitsplatzprofil (1 Tag)
- Jeder/Jede Teilnehmer/in erhält einen Zugangslink für die Erstellung seines
- persönlichen DiSG®-Profils und bekommt im Anschluss die persönliche Auswertung des Online-Fragebogens – d.h. das persönliche 20-seitige DiSG®-Verhaltensprofil
- Themen des 2. Moduls:
- Modell DISG mit den DISG‐Stilen
- Selbstreflexion und Fremdreflexion
- Gestaltung der eigenen Arbeitsumgebung
- Verbesserung der Zusammenarbeit mit Menschen anderer DISG‐ Stile
- Erweiterung der Kommunikationsstrategien mit unterschiedlichen Menschen und deren DISG‐Stile Das DiSG®-Verhaltensprofil hilft, mich selbst und andere besser zu verstehen
Modul 3: Zeit-, Selbtmanagement und Agilität in der Kita (2 Tage)
- Reflexion des eigenen Umgangs mit Zeit sowie Identifikation von Zeitfressern im Leitungsalltag
- Priorisierung und Anwendung ausgewählter Zeitmanagementmethoden zur effizienten Arbeitsorganisation
- Einführung in agile Arbeitsweisen (z. B. Kanban) sowie Prinzipien von New Work im Kita-Kontext
- Nutzung von Methoden zur Ideen- und Entscheidungsfindung im Team
- Entwicklung selbstorganisierter Teamstrukturen durch flachere Hierarchien und veränderte Verantwortlichkeiten
Modul 4: Mich selbst und andere gesund und wertschätzend führen (2 Tage)
- Klärung zentraler Begriffe rund um Gesundheit, Belastung und gesundheitsorientierte Führung
- Erkennen psychischer Belastungen und Gefährdungen im Team sowie im eigenen Führungsverhalten
- Durchführung eines Selbstchecks zur Reflexion der eigenen Belastbarkeit und Führungsrolle
- Entwicklung eines gesundheitsförderlichen Führungsverhaltens im Arbeitsalltag
- Identifikation und Reduzierung von Stressoren im Team durch geeignete Maßnahmen
- Handlungsstrategien für Führung in herausfordernden Situationen wie hohem Krankenstand und Personalmangel
- Professioneller Umgang mit psychischen Erkrankungen im Team, z. B. Depressionen oder Burnout, unter Beachtung der Führungsverantwortung
Modul 5: Personalentwicklung und Mitarbeitergespräche (2 Tage)
- Grundlagen zeitgemäßer Personalentwicklung und professioneller Gesprächsführung im Leitungskontext
- Gestaltung verschiedener Arten von Mitarbeitergesprächen (z. B. Vorgesetzten-, Entwicklungs-, Feedback-, Kritik- und Motivationsgespräche)
- Aufbau und Struktur wirksamer Mitarbeitergespräche zur Förderung von Entwicklung und Zusammenarbeit
- Reflexion kommunikativer Muster im Gespräch unter Berücksichtigung des DiSG-Modells
- Bedeutung wertschätzender Haltung, guter Fragen und eines echten Interesses an Mitarbeitenden als Grundlage nachhaltiger Personalentwicklung
- Konstruktiver Umgang mit unterschiedlichen Perspektiven und möglichen Widerständen im Gesprächs- und Entwicklungsprozess
Modul 6: Potentialerkennung und –stärkung in Teams & Strategische Mitarbeiterbindung (2 Tage)
- Einführung in Methoden zur Potenzialerkennung und Stärkenorientierung im Team
- Transfer der Stärkenorientierung in Teamprozesse und Arbeitsstrukturen
- Rolle der Führungskraft als Entwicklungsbegleitung im pädagogischen Alltag
- Wissenstransfer in die Kita sowie strategisches Fortbildungsmanagement im Kontext von Weiterbildungen
- Erprobung ausgewählter Methoden zur Teamentwicklung
- Planung eines Studientages „Unsere Stärken im Team“
- Strategien zur nachhaltigen Mitarbeiterbindung im Kontext von Generationsmanagement
- Gestaltung professioneller Onboarding-Prozesse
- Förderung einer wertschätzenden Feedback- und Entwicklungskultur
Modul 7: Abschlusskolloquium mit Zertifizierung (2 Tage)
- Zusammenfassung und reflektierender Erfahrungsaustausch zu den Inhalten der Qualifizierung und deren Anwendung in der Praxis
- Einsatz geeigneter Methoden zur Ergebnisdarstellung und zum fachlichen Dialog
- Reflexion der Hospitation in einer anderen Kita unter einem selbst gewählten Schwerpunkt sowie fachlicher Austausch zu den gewonnenen Erkenntnissen
- Präsentation der Eigenleistung, z. B. durch Erfahrungsberichte sowie weitere Formate wie Fachpräsentationen, Projektarbeiten, Portfolio- oder Posterpräsentationen sowie Konzeptentwicklungen mit Praxisbezug.
SMART TALENTS FÜR KITA-NACHWUCHSFÜHRUNGKRÄFTE
Ziele/ Nutzen
Die Anforderungen an Kita-Leitungen sind in den letzten Jahren enorm gewachsen. Die Gewinnung, Bindung und Entwicklung von guten Mitarbeitenden wird aufgrund der demografischen Entwicklung immer wichtiger. Im Rahmen dieser Qualifizierung werden Nachwuchsführungskräfte auf die stetig wachsenden Anforderungen an Führung im Kontext Kita weitergebildet. Nachwuchsführungskräfte werden perfekt auf eine Kita-Leitungsposition vorbereitet und stärken und entwickeln systematisch Führungskompetenzen. Schwerpunkt der Qualifizierung bildet die Reflexion der eigenen Person. Mit dem DISG® – Arbeitsplatzprofil kann die Selbstpositionierung mit einer Betrachtung der vorhandenen und noch zu entwickelnden Kompetenzen verbunden werden. Neben Selbstreflexion und Selbstmanagement, liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung und dem Training von kommunikativen Kompetenzen und praxisorientierten Handwerkszeug für eine wirksame Team- sowie Personalentwicklung.
Modul 1: Einführung in das Thema Führung (2 Tage)
- Auseinandersetzung mit persönlichen Reizen, Chancen und Bedenken bei der Entscheidung für eine Führungsposition
- Reflexion des Rollenwechsels im eigenen Team – zwischen Nähe und professioneller Distanz (Psychologie des Aufstiegs)
- Klärung zentraler Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Erwartungen an eine Kita-Leitung
- Entwicklung eines Kompetenzprofils für erfolgreiche Führung in der Kita
- Selbstreflexion eigener Antreiber (Antreibertest)
- Einführung in grundlegende Führungsprinzipien: Haltung, Klarheit und Beziehungsgestaltung im Führungsalltag
- Zielentwicklung und Steuerung von Prozessen anhand des SMART-Prinzips
- Führung im Generationenkontext: Verständnis unterschiedlicher Werte, Bedürfnisse und Erwartungen im Team
- Entwicklung eines persönlichen Werte-Kompasses als Basis eines authentischen Führungsstils
- Reflexion des eigenen Führungsverständnisses zwischen klassisch-hierarchischer Rolle und moderner, dienstleistungsorientierter Führung im pädagogischen Kontext
Modul 2: Teilnahme am DISG® – Arbeitsplatzprofil (1 Tag)
- Jeder/Jede Teilnehmer/in erhält einen Zugangslink für die Erstellung seines persönlichen DiSG®-Profils und bekommt im Anschluss die persönliche Auswertung des Online-Fragebogens – d.h. das persönliche 20-seitige DiSG®-Verhaltensprofil
Themen des 2. Moduls:- Modell DISG mit den DISG‐Stilen
- Selbstreflexion und Fremdreflexion
- Gestaltung der eigenen Arbeitsumgebung
- Verbesserung der Zusammenarbeit mit Menschen anderer DISG‐ Stile
- Erweiterung der Kommunikationsstrategien mit unterschiedlichen Menschen und deren DISG‐Stile Das DiSG®-Verhaltensprofil hilft, mich selbst und andere besser zu verstehen
- Verhaltensweisen zu deuten und die Zusammenarbeit zu verbessern
Modul 3: Die Führungskraft als Teamentwickler (2 Tage)
- Verständnis der Entwicklungsphasen von Teams sowie daraus resultierender Aufgaben und Erwartungen an Führung
- Rolle der Führungskraft als Teamentwickler: sinnorientierte Gestaltung von Teamprozessen und Bewusstmachen von Handlungszusammenhängen im pädagogischen Alltag
- Identifikation zentraler Handlungsfelder der Teamentwicklung und deren gezielte Analyse im eigenen Teamkontext
- Unterstützung des Teams bei der gemeinsamen Reflexion von Herausforderungen und der Transformation von Stolpersteinen in „Trittstufen“ für gemeinsames Wachstum
- Einführung in vielfältige Methoden der Teamentwicklung und deren bedarfsgerechte Anwendung im Team - Ein Koffer voller Methoden der Teamentwicklung
- Konzeption und Planung eines Studientages zur Teamentwicklung, inkl. Entwicklung eines praxisnahen „Drehbuchs“ für die Umsetzung
Modul 4: Rechtliche Grundlagen für Kitas (2 Tage)
- Überblick über zentrale gesetzliche Grundlagen auf Bundes- und Landesebene mit Relevanz für die Kindertagesbetreuung
- Einführung in das KiTaG Niedersachsen sowie kompakte Vermittlung von Aufsichtspflicht und arbeitsrechtlichen Grundlagen im Kita-Alltag
- Einordnung rechtlicher Rahmenbedingungen im Kontext des pädagogischen Auftrags und der Leitungstätigkeit
- Kinderschutz gemäß § 8a SGB VIII sowie Sicherung von Handlungs- und Prozessabläufen im Team
Modul 5: Die Führungskraft als Personalentwickler und Coach (2 Tage)
- Grundlagen der Personalentwicklung im Führungsalltag und deren Bedeutung für Team- und Organisationsentwicklung
- Gestaltung der Zusammenarbeit mit dem Träger: Klärung von Erwartungen, Verantwortlichkeiten und Unterstützungsstrukturen im Spannungsfeld steigender Anforderungen und Komplexität der Kita-Arbeit
- Vertiefung zentraler Kommunikationsmodelle und -theorien als Basis professioneller Gesprächsführung
- Aufbau und Entwicklung einer konstruktiven Feedback- und Fehlerkultur im Team
- Konstruktiver Umgang mit Konflikten sowie gezielte Nutzung von Kommunikationskompetenz in herausfordernden Gesprächssituationen
- Die Leitung als positiver Resonanzkörper und die Kraft des Wortes: bewusster, wertschätzender Spracheinsatz zur gezielten Steuerung von Teamprozessen und zur Stärkung von Entwicklung, Orientierung und Zusammenarbeit im Team.
Modul 6: Moderieren, Visualisieren und Präsentieren (2 Tage)
- Einführung in Methoden und Techniken für wirkungsvolle Moderationen und Präsentationen in unterschiedlichen Leitungssituationen
- Bedeutung von Moderationskompetenz als zentrales Führungsinstrument im Team- und Organisationsalltag
- Professionelle Visualisierung von Inhalten mit Flipchart, Moderationswand und weiteren analogen Methoden
- Planung und Moderation von Team- und Dienstbesprechungen als strukturgebende Führungsaufgabe
- Einsatz von digitalen Tools in der Moderation
- Gestaltung klarer und adressatengerechter Präsentationen (z. B. PowerPoint)
- Strategien zum souveränen Umgang mit Lampenfieber und Auftrittssituationen
Modul 7: Abschlusskolloquium mit Zertifizierung (2 Tage)
- Zusammenfassung und Erfahrungsaustausch zu den Inhalten der Qualifizierung und deren Anwendung in der Praxis unter Anwendung verschiedener Methoden einer Ergebnisdarstellung und des Dialoges
- Bearbeitung und ganzheitliche Auseinandersetzung mit einem selbstgewählten Thema aus dem Kontext der Qualifizierung, z. B. im Rahmen einer Präsentation, einer Projektarbeit oder eines Portfolios als strukturierter Dokumentation und Reflexion des eigenen Lern- und Entwicklungsprozesses.
NATUR- UND WALDPÄDAGOGIK KOMPAKTKURS
Ziele/ Nutzen
Der Schutz und Erhalt unserer Umwelt und der schonende Umgang mit Ressourcen ist eine große Herausforderung unserer Zeit. Kitas sind Bildungsorte, die Kinder altersgemäße Auseinandersetzung mit Themen nachhaltiger Entwicklung ermöglichen können. So können auch schon die Jüngsten an die ökologischen Herausforderungen unserer heutigen Zeit herangeführt werden. Sich mit der belebten Natur – wie Tieren, Pflanzen, Wasser, Luft - auseinanderzusetzen, ist im Elementarbereich unverzichtbar. Projekte, Wanderungen, Natur- und waldpädagogische Angebote, Waldwochen oder Waldgruppen helfen den Kindern, die Welt zu begreifen und sich diese anzueignen. Der Wald ist ein Ort für Körperlichkeit und Naturerfahrung, der den Geist, die Seele und die Fantasie anregt. Er lädt nicht nur zum Spielen ein, sondern auch zur kreativen Auseinandersetzung mit Themen der nachhaltigen Entwicklung und der Ökologie. In dieser Qualifizierung lernen Sie, wie man es Kindern ermöglicht, sich den „Lebensraum Wald“ (zurück) zu erobern. Sie erfahren, wie eine altersgerechte Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Kita gelingen kann, von der konzeptionellen Einbindung, methodischen Umsetzung und Angebotsgestaltung bis hin zum organisatorischen und rechtlichen Rahmen.
Modul 1: Einführung in die Natur- und Waldpädagogik (1 Tag)
- Einführung, Grundlagen und Praxis der natur- und waldpädagogischen Arbeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Naturethik
- Kita, BNE und Waldpädagogik – „Es muss nicht immer der Waldkindergarten sein!“ -BNE im Kita-Alltag: Spielmaterial, Raumgestaltung, Einrichtungshandeln
- Waldpädagogik für Kinder erlebbar machen - Konzeptionelle Umsetzungsmöglichkeiten der Waldpädagogik
- Angemessener Umgang mit Regeln, Geboten, Gefahren und Risiken im Naturraum
Modul 2: Wald- und naturkundliches Basiswissen (1 Tag)
- Kenntnisse der wichtigsten heimischen Baum-, Straucharten und Waldpflanzen und methodische Umsetzung im Kitaalltag
- Kenntnisse der wichtigsten heimischen Tierarten und methodische Umsetzung im Kitaalltag
Modul 3: Kompetenzförderung und Methodik in der Natur- und Waldpädagogik (1 Tag)
- Planung, Organisation Durchführung von waldpädagogischen Angeboten
- Reflexion- und Transfer Kindern ermöglichen
- Kreativangebote, Geschichten für und Philosophieren mit Kindern
Modul 4: Walderlebnispädagogik, Planung und praktische Umsetzung von natur- und waldpädagogischen Angeboten (2 Tage)
- Einführung in die Walderlebnispädagogik
- Planung, Organisation, Durchführung und Reflexion von waldpädagogischen
- Angeboten
- Reflexion und Transfer für die Kinder ermöglichen
- Gruppenmanagement und Gruppensteuerung: Ursachen, Hintergründe und Umgang mit schwierigen Situationen
- Vorstellung der natur- und waldpädagogischen Praxiseinheiten
- Abschluss und Reflexion der Fortbildung