KitaCampus - Berufsbegleitende Qualifizierungen

    Für pädagogische Fachkräfte und Leitungen in Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen

Wir qualifizieren. Berufsbegleitend. Auf höchstem Niveau.

Der KitaCampus ist das Qualifizierungsprogramm des Bildungswerks ver.di in Niedersachsen e.V. Seit vielen Jahren entwickeln wir praxisnahe, wissenschaftlich fundierte Weiterbildungen – speziell für Menschen, die in Kindertageseinrichtungen arbeiten. Unser Ansatz: echtes Fachwissen, das unmittelbar im Kita-Alltag wirkt. Im Kursjahr 2026/2027 bieten wir derzeit folgende anerkannte Qualifizierungen an drei Standorten in Niedersachsen an. Die Qualifizierungen finden berufsbegleitend statt und können über die Richtlinie „Qualität in Kitas 3“ des Landes Niedersachsen gefördert werden.


Die Teilnahme kann über die Richtlinie Qualität in Kitas 3 des Landes Niedersachsen gefördert werden. Diese Richtlinie ermöglicht die Bezuschussung von Qualifizierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Qualität in Kindertagesstätten. Sprechen Sie Ihren Träger frühzeitig an und fragen Sie nach einer Kostenübernahme. 


INTEGRATIVE ERZIEHUNG UND BILDUNG (IEB)

Berufsbegleitende Qualifizierung zum Erwerb einer heilpädagogischen Zusatzqualifikation nach dem Rahmenplan des Niedersächsischen Kultusministeriums

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Umfang

33 Tage + 4 Praxisgruppentreffen
307 UStd. + 1 Prüfungstag
 

Zielgruppe

Päd. Fachkräfte (staatl. anerkannte Erzieherinnen, Kindheitspädagoginnen, Sozialpädagog*innen)

Kosten

4.896 € zzgl. 240 € Prüfungsgebühr

 

Abschluss

Heilpädagogische Zusatzqualifikation anerkannt durch das Niedersächsische Kultusministerium

Inklusion gestalten – Kinder individuell begleiten

Die Vielfalt unserer Gesellschaft zeigt sich in besonderer Weise in Kindertageseinrichtungen. Um allen Kindern gerecht zu werden, benötigen pädagogische Fachkräfte heilpädagogische Kompetenzen sowie ein ganzheitliches Verständnis von Inklusion. Diese Qualifizierung unterstützt Fachkräfte dabei, Kinder im Sinne einer inklusiven pädagogischen Praxis gemeinsam zu bilden, zu erziehen und zu betreuen. Für die individuelle und ganzheitliche Begleitung von Kindern mit und ohne Behinderung ist es entscheidend, die Lebensrealität jedes einzelnen Kindes sowie dessen Stärken und Bedürfnisse differenziert wahrzunehmen und in die pädagogische Arbeit einzubeziehen.  

In dieser Qualifizierung erwerben die Teilnehmenden das notwendige Wissen und die praktischen Fähigkeiten, um heilpädagogische Unterstützung im Rahmen einer inklusiven pädagogischen Praxis in Kitas verantwortungsvoll zu gestalten und Kinder mit unterschiedlichen Entwicklungsbedarfen gezielt zu begleiten. Dabei orientiert sich die Qualifizierung an den gesetzlichen Rahmenbedingungen für integrative Bildung und Erziehung in niedersächsischen Kitas. Inhaltlich werden dabei sowohl Entwicklungsbeeinträchtigungen und damit verbundene Unterstützungs- und Förderbedarfe als auch die vielfältigen Lebenssituationen von Kindern berücksichtigt, insbesondere im Hinblick auf Kultur, Sprache, soziales Umfeld, Religion, Geschlecht und sexuelle Orientierung. 

Die Qualifizierung unterstützt Fachkräfte dabei, eine inklusive Haltung zu entwickeln und Vielfalt im Kita-Alltag wertschätzend zu gestalten. Praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Inhalte eröffnen neue Perspektiven und geben Impulse für die direkte alltagsintegrierte Umsetzung in der Praxis. Grundlage der Qualifizierung ist ein pädagogisch-didaktischer Ansatz, der den Situationsansatz sowie die Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung aufgreift und als Orientierung für inklusives Handeln dient. Darüber hinaus wird der Einsatz digitaler Medien im inklusiven pädagogischen Alltag zur Unterstützung von Teilhabe und zum Abbau von Barrieren in verschiedenen Modulen thematisiert.

Abschluss: Nach erfolgreicher Prüfung (Abschlussfachgespräch zur schriftlichen Hausarbeit) erhalten Sie eine vom Niedersächsischen Kultusministerium anerkannte heilpädagogische Zusatzqualifikation. Diese berechtigt zur Tätigkeit anstelle einer heilpädagogischen Fachkraft in integrativen Gruppen gemäß § 17 Abs. 2 DVO-NKiTaG und bildet die Grundlage für die Betriebserlaubnis integrativer Gruppen. Die Prüfung wird vom Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsens e.V. abgenommen.

Uhrzeit: jeweils 9:00 – 17:00 Uhr | Format: Präsenz und Online (je nach Modul und Standort)

Neben der regelmäßigen Teilnahme sind folgende Eigenleistungen zu erbringen:

  • Schriftliche Hausarbeit
  • Schriftliche Projektplanung
  • Schriftliche Beobachtungsanalyse oder schriftliche Buchpräsentation
  • Schriftliche Förderplanung
  • Eigenes Lerntagebuch
  • Mindestens ein Protokoll zu einem Seminartag
  • Mindestens achtstündige Hospitation in einer nicht eigenen Kita mit integrativer Gruppe

Modul 1: Entwicklung der gemeinsamen Erziehung und Bildung und gesetzliche Grundlagen in Niedersachsen

Teil I: Entwicklung der gemeinsamen Erziehung, Bildung und Betreuung 

  • Entwicklung gemeinsamer Bildung, Erziehung und Betreuung in Deutschland und Niedersachsen unter Einbezug europäischer Reformimpulse 
  • Grundargumente und Ziele gemeinsamer Erziehung, Bildung und Betreuung  
  • Aktuelle Praxis und Erfahrungen inklusiver und integrativer pädagogischer Arbeit in Kitas 
  • Klärung zentraler Begrifflichkeiten (Integration, Inklusion, Behinderung, Vielfalt) als Grundlage integrativer/ inklusiver pädagogischer Arbeit  

Teil II: Gesetzliche Grundlagen in Niedersachsen 

  • Niedersächsische Gesetzesvorgaben zur Kooperation zwischen Kita und Grundschule 
  • Regionale Vereinbarungen einschließlich Finanzierungsrahmen der Eingliederungshilfe (mit  Beispielen)  

 

Modul 2: Integration im Kontext gesellschaftlicher Entwicklung  

  • Perspektivwechsel von Integration hin zu Inklusion als pädagogische Haltung 
  • Entwicklung einer inklusiven Haltung unter Anerkennung von Vielfalt und gesellschaftlicher Normalität 
  • Gesellschaftliche Veränderungen (Arbeitswelt, Familienformen) und deren Auswirkungen auf Kindheit und pädagogische Praxis  
  • Reflexion eigener Kindheitserfahrungen im Vergleich zu heutigen Lebenswelten (Familie, Rollenbilder, digitale Medien, Konsum- und Freizeitverhalten) 
  • Rolle von Kitas im Spannungsfeld von Familie, Gesellschaft und den Lebensrealitäten von Eltern 
  • Lebenslagen von Kindern mit Behinderung und familiäre Herausforderungen 
  • Förderung von Respekt, Partizipation und demokratischen Bildungsprozessen  
  • Bedeutung qualitativ hochwertiger frühkindlicher Bildung für Teilhabe und Chancengleichheit 

 

Modul 3: Bildung, Lernen und Beeinträchtigungen kindlicher Entwicklung (0-10 Jahre)  

  • Entwicklungspsychologische Grundlagen und Theorien zu kindlichen Lern- und Entwicklungsprozessen unter Berücksichtigung familiärer und kultureller Einflussfaktoren 
  • Einordnung klassischer und aktueller Entwicklungstheorien (u. a. Piaget, Freud, Adler sowie neurobiologische und bindungstheoretische Ansätze) 
  • Bildung als Selbstbildungsprozess und Bedeutung kindlicher Aktivität 
  • Begriffe von Entwicklung, Gesundheit und Behinderung im Kontext der ICF-CY 
  • Reflexion unterschiedlicher fachlicher Perspektiven auf Behinderung und Entwicklungsverzögerung 
  • Grundlagen zu Entwicklungsbeeinträchtigungen und deren Auswirkungen 
  • Förderung von Selbstbildungsprozessen (auch bei schweren Beeinträchtigungen) 
  • Entwicklungsförderliche Begleitung auf Basis von Resilienz-, Salutogenese und Bindung 
  • Bedeutung von Kooperation für die kognitive, emotionale, motorische und soziale Entwicklung von Kindern 

 

Modul 4: Pädagogisch-didaktische Ansätze in der Kita im Kontext integrativer Arbeit  

  • Überblick über reformpädagogische Ansätze und ihre Bedeutung für eine inklusive Frühpädagogik 
  • Zeitgemäße Konzepte (offene Arbeit, Reggio, Freinet, Early-Excellence, kultursensible Pädagogik)  
  • Situationsansatz als Grundlage inklusiver Praxis 
  • Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung als inklusives und diskriminierungssensibles Praxiskonzept  
  • Vielfalt als lernanregender Impuls und Chance für alle Kinder 
  • Didaktische Ausrichtung auf individuelle Ressourcen durch flexible, bedarfsorientierte Lernumgebungen zur Förderung von Teilhabe, Identität und Zugehörigkeit  

 

Modul 5: Beobachtung & Dokumentation – von der zufälligen Beobachtung zum systematischen Beobachten und Dokumentieren in der Kita  

  • Grundlagen der Beobachtung sowie Reflexion eigener Wahrnehmung und möglicher Fehlerquellen 
  • Verfahren der Beobachtung und Dokumentation (z. B. Lerngeschichten, Portfolio, Entwicklungsberichte) 
  • Interpretation von Beobachtungen im Kontext kindlicher Entwicklung unter Berücksichtigung eigener Wahrnehmung und kindlicher Handlungsmotive 
  • Beobachtung, Dialog und Gespräch als Grundlage für das Verständnis kindlicher Entwicklung und Bedürfnisse sowie zielgerichtetes pädagogisches Handeln 
  • Grundlagenwissen zu Gesundheits- und Grundbedürfnissen im frühen Kindesalter als Beobachtungsbasis 
  • Praktische Anwendung und Reflexion von Beobachtung (z. B. Videobeobachtung) unter Berücksichtigung von Nähe, Distanz und Subjektivität 
  • Erarbeitung individueller Förder- und Hilfepläne sowie Verlaufs- und Abschlussberichte auf Grundlage der Beobachtungen und im Sinne der Regelleistungsvereinbarung (RLV)  
  • Einhaltung der datenschutzrechtlichen Anforderungen (informationelle Selbstbestimmung) sowie Einbringen der Beobachtungen in die interdisziplinäre Zusammenarbeit 

 

Modul 6: Theorie und Praxis projektorientierter Planung, Teil I: Projektmethode und Projektplanung 

  • Bedeutung und Merkmale der Projektmethode sowie des projektorientierten Arbeitens  
  • Lebenswelt- und interessenorientierte Ausrichtung von Projektarbeit und ihre Bedeutung für Bildungsprozesse  
  • Projektplanung: Beobachtung, Analyse, Zielsetzung 
  • Partizipative Planung, Durchführung und Gestaltung von Projekten Umsetzung von Projektaktivitäten mit differenzierten Zugängen für die Kinder im pädagogischen Alltag  
  • Umsetzung von Projektaktivitäten mit differenzierten Zugängen für die Kinder  

 

Modul 7: Partizipation, Kommunikation und Sprache 

Teil I: Aktivität und Partizipation 

  • § 8 SGB VIII als gesetzliche Grundlage für Partizipation in der Kinder- und Jugendhilfe  
  • Bedeutung von Partizipation und Aktivität für die Entwicklung von Selbstwirksamkeit, Selbstwert und Resilienz  
  • Voraussetzungen und Gelingensbedingungen von Partizipation im pädagogischen Alltag  
  • Pädagogische Umsetzung der Partizipation aller Kinder als gelebte Haltung 
  • Planung partizipativer pädagogischer Angebote sowie Auswahl geeigneter Methoden 

Teil II: Entwicklungsbegleitung im Bereich Kommunikation, Sprache und Dialog  

  • Grundlagen des Spracherwerbs, der Sprachentwicklung und Sprachkompetenz sowie zentrale Begriffe der Sprachbildung und -förderung 
  • Sprachentwicklung im Kindesalter: typische Verläufe, individuelle Unterschiede und Einflüsse der Lebensumwelt 
  • Mehrsprachigkeit als selbstverständlicher Bestandteil kindlicher Entwicklung in einer vielfältigen Gesellschaft 
  • Sprachvorbild und Gestaltung sprachförderlicher Alltagssituationen 
  • Dialogische Beziehungsgestaltung auf Grundlage feinfühliger, kommunikativer Interaktion 
  • Planung, Durchführung und Evaluation von Sprachbildungsangeboten 
  • Spracherwerbsstörungen und ihre Bedeutung für die kindliche Entwicklung 
  • Kommunikationshilfsmittel, z. B. Talker, unterstützte und gestützte Kommunikation 
  • Beobachtung, Dokumentation und Einschätzung der Sprachentwicklung  
  • Einbindung der Eltern in die sprachliche Bildung (z.B. durch Entwicklungsgespräche)  

 

Modul 8: Pädagogisches Arbeiten mit Kindern mit „schweren Behinderungen“ in der Kita als Bildungs- und Erfahrungsraum   

Teil I: Pädagogisches Arbeiten mit Kindern mit „schweren Behinderungen“ 

  • Begriffsverständnisse von „schwerer Behinderung“, „Schwerstbehinderung“ und „schwerer Mehrfachbehinderung“ im Kontext der ICF-CY  
  • Beziehungsvolle Pflege, konduktive Pflege, Förderpflege, sensomotorische Kooperation, basale Stimulation, elementare Beziehung 
  • Pflegerische Unterstützung im Kontext der Alltagsaktivitäten (ADL) bei Kindern mit Behinderungen sowie Kenntnis der Grenzen der eigenen professionellen Zuständigkeit 
  • Gestaltung von Lern- und Pflegesituationen auf Grundlage sensomotorischer Entwicklungs- und Erkenntnisprozesse zur Unterstützung von Selbstbestimmung und individuellen Entwicklungsprozessen 
  • Pädagogische und pflegerische Einordnung des Begriffs „Kindeswohl“ sowie Kenntnisse über mögliche Gefährdungen des Kindeswohls in seelischer, sozialer, geistiger und körperlicher Hinsicht 
  • Reflexion von Unsicherheiten im Umgang mit Kindern mit umfassendem Unterstützungsbedarf 

 

Teil II: Die Kita als Bildungs- und Erfahrungsraum 

  • Kita als Ort der Lebenswelterweiterung im Ergänzungsverhältnis zur familiären Lebenswelt der Kinder  
  • Inklusive Raumkonzepte 
  • Bedeutung der Raumgestaltung, Ausstattung („vorbereitete Umgebung“) sowie von Innen-, Außen- und Erfahrungsräumen (z. B. Exkursionen) für kindliche Aktivitäten und Lernanregungen  
  • Wirkungen von Freispiel und Angeboten auf individuelle Entwicklung und soziale Beziehungen  
  • Räume als Spiegel der vorhandenen Vielfalt anhand von Bildern, Materialien und Medien 
  • Einsatz digitaler Medien zur Förderung von Teilhabe von Kindern 
  • Planung und Analyse von Bildungs- und Erfahrungsräumen im Rahmen der eigenen Angebotsplanung unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse aller Kinder sowie Reflexion der eigenen Rolle als IEB Fachkraft  

 

Modul 9: Praxis in Kitas mit integrativen Gruppen 

  • Hospitation in einer Kita mit integrativer Gruppe als Grundlage zur Erkundung und Reflexion von Alltag, Strukturen und pädagogischer Arbeit mit Kindern mit und ohne Behinderung 
  • Kita-Alltagssituationen im Hinblick auf Tagesstrukturen und Abläufe sowie das Zusammenspiel von Pflege, Bildung, Erziehung und Betreuung erleben und analysieren 
  • Kooperation pädagogischer und therapeutischer Fachkräfte sowie deren koordinierte Zusammenarbeit in der Praxis  
  • Gestaltung individueller Unterstützung und sozialer Beziehungen der Kinder sowie deren fachliche Begleitung  
  • Verständnis für die pädagogischen Ansätze Heilpädagogik, Integration und Inklusion im Abgleich mit dem Einrichtungskonzept  
  • Bedeutung der Zusammenarbeit von Pädagogik, Heilpädagogik und Therapie für die eigene professionelle Rolle und die kindliche Entwicklung  
  • Weiterentwicklung inklusiver pädagogischer Konzeptionen inkl. Rollenreflektion 
  • Schlussfolgerungen aus den Hospitationserfahrungen für die Weiterentwicklung einer integrativen bzw. inklusiven Konzeption der eigenen Einrichtung   

 

Modul 10: Theorie und Praxis projektorientierter Planung, Teil II: Auswertung der Projektumsetzung 

  • Vorstellung, Diskussion und Auswertung der Projekte 
  • Diskussion über konzeptionelle und organisatorische Veränderungen in der eigenen Einrichtung zur Umsetzung der Projektmethode in der pädagogischen Arbeit 

 

Modul 11: Pädagogik, Diagnostik und Therapie bei Kindern mit Behinderung als interdisziplinärer Auftrag 

  • Diagnostik, Beobachtung, Dokumentation, Pädagogik und Therapie als miteinander verzahnte Grundlagen der Entwicklungsbegleitung  
  • Beobachtung und Dokumentation als Ergänzung diagnostischer Verfahren sowie als Grundlage entwicklungsfördernder pädagogischer Planung und Handlungssteuerung  
  • Verfahren der Diagnostik sowie ausgewählte medizinische Diagnosen und Vorsorgeuntersuchungen (U1–U9)  
  • Förderdiagnostik als ressourcenorientierter Zugang zur individuellen Entwicklungsförderung 
  • Entwicklungsskalen und Verfahren der Entwicklungsdiagnostik  
  • Kenntnisse unterschiedlicher therapeutischer Ansätze und Reflexion ihrer Angemessenheit für die integrative Arbeit sowie ihrer Vereinbarkeit mit der pädagogischen Konzeption der Einrichtung.  
  • Reflexion der eigenen professionellen Rolle im interdisziplinären Kontext 

 

Modul 12: Zusammenarbeit mit Eltern, Familien und Institutionen (inkl. Schwerpunktsetzung/Vertiefung) 

  • Zusammenarbeit in integrativen/ inklusiven Kitas unter Einbezug aller Eltern   
  • Ressourcenorientierte und vorurteilsbewusste Haltung in der Arbeit mit Familien  
  • Familie als zentraler Entwicklungsort auch im Kontext von Behinderung  
  • Lebenslagen, Belastungen sowie biografische und soziale Einflussfaktoren auf Familien und deren Bewältigung von Entwicklungs- und Stresssituationen 
  • Reflexion elterlicher Sichtweisen auf Lebensqualität, Gesundheit und Behinderung sowie deren Einfluss auf Erwartungen an die Entwicklung des Kindes 
  • Gesundheitsorientierte Ansätze (Salutogenese, Kohärenz, Resilienz) zur Stärkung von Kindern und Familien in belastenden Lebenslagen 
  • Enge Zusammenarbeit mit Eltern bei Eingewöhnung und Entwicklung des Kindes, auf Basis von Beobachtungen und Dokumentationen für Entwicklungsgespräche 
  • Kooperation mit Fachdiensten und Institutionen (z. B. Frühförderung, Medizin, Therapie, Schule) sowie Einordnung unterschiedlicher Perspektiven und Erwartungen  
  • Klarheit über die eigene Fachlichkeit und die Rolle anderer Professionen im Hilfesystem sowie Zusammenarbeit auf Augenhöhe 
Modul Thema Format Umfang Termin
0 Informationsveranstaltung Online   16.06.2026 17.00 Uhr
1 Entwicklung der gemeinsamen Erziehung und Bildung und gesetzliche Grundlagen in Niedersachsen Präsenz 3 Tage 12.–14.08.2026
2 Integration im Kontext gesellschaftlicher Entwicklung Präsenz 3 Tage 09.–10.09.2026
3 Bildung, Lernen und Beeinträchtigungen kindlicher Entwicklung im Alter von null bis zehn Jahren Online + Präsenz 4 Tage 07./08.09.2026 + 01./02.10.2026
6 Theorie und Praxis projektorientierter Planung – Teil I Präsenz 3 Tage 09.–10.11.2026
7 Partizipation, Kommunikation und Sprache Präsenz 4 Tage 01./02.12.2026 + 03./04.12.2026
4 Pädagogisch-didaktische Ansätze in der Kindertageseinrichtung im Kontext integrativer Arbeit Online 2 Tage 14.–15.01.2027
5 Beobachtung & Dokumentation Präsenz + Online 2 Tage 15.–16.02.2027
8 Pädagogisches Arbeiten mit Kindern mit schweren Behinderungen Online 4 Tage 16.–19.03.2027
9 Praxis in Kindertageseinrichtungen mit integrativen Gruppen Präsenz 2 Tage 10.–11.05.2027
11 Zusammenarbeit mit Eltern, Familien und Institutionen Präsenz 2 Tage 24.–25.06.2027
12 Pädagogik, Diagnostik und Therapie bei Kindern mit Behinderung als interdisziplinärer Auftrag Präsenz 3 Tage 30.08.–01.09.2027
10 Theorie und Praxis projektorientierter Planung – Teil II Präsenz 2 Tage 01.–02.11.2027
+ Prüfungsvorbereitung Präsenz 1 Tag 16.12.2027
+ Prüfung / Abschlussfachgespräch Präsenz 1 Tag 17.12.2027
Modul Thema Format Umfang Termin
0 Informationsveranstaltung Online   28.05.2026 16.00 Uhr
1 Entwicklung der gemeinsamen Erziehung und Bildung und gesetzliche Grundlagen in Niedersachsen Präsenz 3 Tage 26.–28.08.2026
2 Integration im Kontext gesellschaftlicher Entwicklung Präsenz 2 Tage 21.–22.09.2026
3 Bildung, Lernen und Beeinträchtigungen kindlicher Entwicklung im Alter von null bis zehn Jahren Präsenz + Online 4 Tage 23./24.09.2026 + 05./06.11.2026
7 Partizipation, Kommunikation und Sprache Präsenz 4 Tage 07.–10.12.2026
6 Theorie und Praxis projektorientierter Planung – Teil I Präsenz + Online 2 Tage 11.–12.01.2027
4 Pädagogisch-didaktische Ansätze in der Kindertageseinrichtung im Kontext integrativer Arbeit Online 2 Tage 11.–12.02.2027
5 Beobachtung & Dokumentation Präsenz 4 Tage 17.–18.03.2027
8 Pädagogisches Arbeiten mit Kindern mit schweren Behinderungen Präsenz + Online 4 Tage 27.–30.04.2027
9 Praxis in Kindertageseinrichtungen mit integrativen Gruppen Online 2 Tage 27.–28.05.2027
11 Zusammenarbeit mit Eltern, Familien und Institutionen Präsenz 2 Tage 01.–02.07.2027
12 Pädagogik, Diagnostik und Therapie bei Kindern mit Behinderung als interdisziplinärer Auftrag Präsenz 3 Tage 06.–08.09.2027
10 Theorie und Praxis projektorientierter Planung – Teil II Präsenz 2 Tage 03.–04.11.2027
+ Prüfungsvorbereitung Präsenz 1 Tag 12.01.2028
+ Prüfung / Abschlussfachgespräch Präsenz 1 Tag 13.01.2028
Modul Thema Format Umfang Termin
0 Informationsveranstaltung Präsenz   24.06.2026 17.00 Uhr
1 Entwicklung der gemeinsamen Erziehung und Bildung und gesetzliche Grundlagen in Niedersachsen Präsenz 3 Tage 05.–07.10.2026
4 Pädagogisch-didaktische Ansätze in der Kindertageseinrichtung im Kontext integrativer Arbeit Präsenz 2 Tage 23.+30.10.2026
2 Integration im Kontext gesellschaftlicher Entwicklung Präsenz 2 Tage 24.–25.11.2026
5 Beobachtung & Dokumentation Präsenz 2 Tage 01.+04.12.2026
11 Zusammenarbeit mit Eltern, Familien und Institutionen Präsenz 2 Tage 18.+19.01.2027
6 Theorie und Praxis projektorientierter Planung – Teil I Präsenz 2 Tage 19.+23.02.2027
7 Partizipation, Kommunikation und Sprache Präsenz + Online 3 Tage 30.04.+04.05.2027 + 16.03.2027
8 Pädagogisches Arbeiten mit Kindern mit schweren Behinderungen Präsenz 4 Tage 17.–20.05.2027
3 Bildung, Lernen und Beeinträchtigungen kindlicher Entwicklung im Alter von null bis zehn Jahren Präsenz 4 Tage Termine folgen
12 Pädagogik, Diagnostik und Therapie bei Kindern mit Behinderung als interdisziplinärer Auftrag Präsenz 3 Tage 14.+15.09.2027 + Termin folgt
10 Theorie und Praxis projektorientierter Planung – Teil II Präsenz 2 Tage 05.+08.10.2027
9 Praxis in Kindertageseinrichtungen mit integrativen Gruppen Präsenz 2 Tage 16.+17.11.2027
+ Prüfungsvorbereitung Präsenz 1 Tag 26.01.2028
+ Prüfung / Abschlussfachgespräch Präsenz 1 Tag 28.01.2028

KITA-MANAGEMENT UND ORGANISATION

Nach dem Curriculum zur Qualifizierung von Leitungen von Kindertageseinrichtungen des Niedersächsischen Kultusministeriums

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Umfang

15 Tage + Praxisgruppentreffen zwischen den Modulen  
145 UStd.

Zielgruppe

Kita-Leitungen und stellvertretende Leitungen

Kosten

2.550 €
 

Abschluss

Zertifikat des Niedersächsischen Kultusministeriums 

Führungsstärke für Ihre Einrichtung entwickeln

Die Leitung einer Kindertageseinrichtung umfasst ein vielfältiges und umfangreiches Aufgabenfeld und nimmt damit eine Schlüsselposition ein. Um der Vielfalt an Aufgaben und den damit verbundenen bildungs-, familien- und gesellschaftspolitischen Ansprüchen und der pädagogischen Arbeit der Einrichtung gerecht zu werden, benötigen Kita-Leitungen ein breites Spektrum an Führungsqualitäten. Neben fundiertem Wissen und Kompetenzvermittlung, regt diese Qualifizierung zu Reflexionsprozessen an, um professionelles Handeln als Kita-Leitung zu ermöglichen und damit Klarheit und Sicherheit in der Leitungsrolle zu erlangen. Der Schwerpunkt dieser Qualifizierung liegt auf klassischen Management-Kompetenzen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Personalmanagement und der Umsetzung des Erziehungs- und Bildungsauftrags in der eigenen Kita. 

Uhrzeit: jeweils 9.00 – 17.00 Uhr | Format: Präsenz (Hannover: teilweise Online)

Modul 1: Erziehungs- und Bildungsauftrag

  • Umsetzung des NKiTaG, des Nds. Orientierungsplans für Bildung und Erziehung und der ihn ergänzenden Handlungsempfehlungen 
  • Umsetzung und Fortschreibung der pädagogischen Konzeption der Einrichtung unter Berücksichtigung der trägerspezifischen Ausrichtungen  
  • Gestaltung, Steuerung und Koordination der pädagogischen Aufgaben (Kindeswohl, Umsetzung und Stärkung der Kinderrechte, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, Inklusion, Gestaltung der Lernumgebung) 
  • Einschätzung und ggf. Berücksichtigung von Rahmenbedingungen, fachlichen Trends und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen  

 

Modul 2: Betriebsführung und Management

  • Finanzielle Grundlagen und Kenntnisse über die Finanzstrukturen von Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen  
  • Betriebswirtschaftliche und verwaltungstechnische Grundlagen 
  • Belegungsmanagement, Steuerung und Bedarfsfeststellung  
  • Finanzierungs- und Budgetplanung sowie Controlling-Verfahren 
  • Kenntnisse über rechtliche und strukturelle Vorgaben (NKiTaG, Datenschutz, der Hygiene – und Infektionsschutzbestimmungen, Gefährdungsbeurteilungen, Kinderschutz, Versicherungsrecht und Aufsichtspflicht)  

 

Modul 3: Leitungspersönlichkeit, Selbstmanagement und fachliche Positionierung

  • Findung und kontinuierliche Weiterentwicklung der Führungsrolle, Haltung und fachliche Positionierung 
  • Fachliche Expertise aneignen und weiterentwickeln  
  • Klärung des eigenen Aufgabenprofils mit dem Träger inkl. Gestaltung der Arbeitsbeziehung 
  • Selbstmanagement inkl. Selbstreflexion und Selbstfürsorge 
  • Arbeits- und Büroorganisation inkl. Zeitmanagement  

 

Modul 4: Führung von Mitarbeitenden

  • Rechtliche Vorgaben im Kontext der Personalführung (z. B. Arbeitsrecht, Arbeitsschutz, Mutterschutz)  
  • Personalgewinnung, -auswahl, -einsatz und -controlling  
  • Einstellungsgespräche 
  • Konzept der Einarbeitung/Praxismentoring  
  • Personaleinsatzplanung, Dienstplangestaltung  
  • Personalentwicklung und Personalentwicklungsgespräch 
  • Teamentwicklung, Gesprächsführung und Moderation 

 

Modul 5: Zusammenarbeit und Kooperation

  • Öffnung und Vernetzung im Sozialraum  
  • Einbeziehung relevanter Akteur*innen  
  • Wahrnehmung und Berücksichtigung der verschiedenen Perspektiven und Bedarfe  
  • Schaffung von Partizipations- und Beteiligungsstrukturen  

 

Modul 6: Organisations- und Qualitätsentwicklung

  • Reflexion und Entwicklung der Einrichtungsidentität und -kultur 
  • Qualitätsentwicklung und -management  
  • Systemische/ inklusive Organisationsentwicklung  
  • Visionen für die Einrichtung 
Modul Thema Format Umfang Termin
3 Leitungspersönlichkeit, Selbstmanagement und fachliche Positionierung Präsenz 3 Tage 19.-21.08.2026
4 Führung von Mitarbeitenden Präsenz 2 Tage 12.-14.10.2026
1 Erziehungs- und Bildungsauftrag Online 3 Tage 11.-13.01.2027
2 Betriebsführung und Management Online 3 Tage 15.-16.02.2027
5 Zusammenarbeit und Kooperation im Sozialraum Präsenz 2 Tage 29.-30.04.2027
6 Organisations- und Qualitätsentwicklung und Abschluss Präsenz 2 Tage 10.-11.06.2027
+ 5 × Praxisgruppen   je 2 UStd. zwischen den Modulen
Modul Thema Format Umfang Termin
1 Erziehungs- und Bildungsauftrag Präsenz 3 Tage 03.+04.09.2026
2 Betriebsführung und Management Präsenz 3 Tage 30.09.–02.10.2026
3 Leitungspersönlichkeit, Selbstmanagement und fachliche Positionierung Präsenz 2 Tage 07./08. + 10.12.2026
4 & 5 Führung von Mitarbeitenden Zusammenarbeit und Kooperation im Sozialraum Präsenz 5 Tage 20.–22. + 25./26.01.2027
6 Organisations- und Qualitätsentwicklung und Abschluss Präsenz 2 Tage 10.+11.03.2027
+ 5 × Praxisgruppen   je 2 UStd. zwischen den Modulen
Modul Thema Format Umfang Termin
1 Erziehungs- und Bildungsauftrag Präsenz 3 Tage 30.09.–02.10.2026
2 Betriebsführung und Management Präsenz 3 Tage 26.10.2026 + 09./10.11.2026
3 Leitungspersönlichkeit, Selbstmanagement und fachliche Positionierung Präsenz 2 Tage 02.–03.12.2026
4 Führung von Mitarbeitenden Präsenz 3 Tage 14./15.12.2026 + 11.01.2027
5 Zusammenarbeit und Kooperation im Sozialraum Präsenz 2 Tage 05.–06.04.2027
6 Organisations- und Qualitätsentwicklung und Abschluss Präsenz 2 Tage 06.–07.05.2027
+ 5 × Praxisgruppen   je 2 UStd. zwischen den Modulen

Kontakt & Anmeldung

Füllen Sie das Formular vollständig aus und stimmen Sie die Teilnahme vorab mit Ihrem Träger ab. Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten alle angemeldeten Personen eine Bestätigung per E-Mail. Für Rückfragen: kitacampus@bw-verdi.de | 0441 – 205252-11

Name und Kontaktdaten der Teilnehmenden

Sie können bis zu 8 Personen auf einmal anmelden. Bitte geben Sie dazu möglichst vollständige Kontaktdaten ein.

Ich willige ein, dass das Bildungswerk ver.di meine Kontaktdaten zum Zwecke der Schulungsanmeldung und Kommunikation speichert und verarbeitet. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen.

Ich erkläre mich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

Sie sind gemäß Art. 15 DSGVO jederzeit berechtigt, gegenüber dem Bildungswerk der Vereinten Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) in Niedersachsen e.V. um umfangreiche Auskunftserteilung zu den zu Ihrer Person gespeicherten Daten zu ersuchen. 

Gemäß Art. 17 DSGVO können Sie jederzeit gegenüber dem Bildungswerk der Vereinten Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) in Niedersachsen e.V. die Berichtigung, Löschung und Sperrung einzelner personenbezogener Daten verlangen. 

Sie können darüber hinaus jederzeit ohne Angaben von Gründen von Ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen und die erteilte Einwilligungserklärung mit Wirkung für die Zukunft abändern oder gänzlich widerrufen. Sie können den Widerruf entweder postalisch oder per E-Mail an den Vertragspartner übermitteln. Es entstehen Ihnen dabei keine anderen Kosten als die Portokosten. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Datenschutzerklärung.