Programmbeschreibung

Online/ggf. Präsenz

Die Richterschaft des Bundesarbeitsgerichts war durchsetzt von ehemaligen NS-Juristen. Mehr als die Hälfte der frühen Bundesrichter hatte in der Zeit des Nationalsozialismus schwere Schuld auf sich geladen. Bis Anfang der 80er Jahre waren einige der Belasteten aktiv. 

Diese dunkle Seite des Bundesgerichts war bisher unbekannt. Zwar gab es Hinweise auf eine Belastung einzelner Bundesrichter, jedoch unterblieb eine systematische Aufarbeitung. Als das höchste Arbeitsgericht der Bundesrepublik 1954 in Kassel gegründet wurde, fanden belastete und schwer belastete Juristen hier eine Beschäftigung. Darunter waren Richter, die im "Dritten Reich" an Sondergerichten Todesurteile sprachen oder an einem der politischen Strafsenate im besetzten Polen urteilten. Konsequenzen gab es für die Richter nicht. 

Zusammen mit Dr. Martin Borowsky, Richter am Landgericht Erfurt, hat Axel Hemmerling, selbst Historiker und Journalist beim mdr, die Biografien von 25 Richterinnen und Richtern des frühen Bundes-arbeitsgerichts ausgewertet, er stellt uns seine Ergebnisse vor. Tobias Walkling, Richter am Landesarbeitsgericht in Hannover, führt durch die Veranstaltung und die Diskussion.

Die Veranstaltung gehört zu der Reihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“.

 

Termin: 23.11.2021

Zeit: 17:30 - 19:45 Uhr

Referent: Axel Hemmerling, Historiker und Journalist
Moderation: Tobias Walkling, Richter am Landesarbeitsgericht Hannover

Anmeldung: goettingen@bw-verdi.de

- Teilnahme für alle kostenlos -

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