Download Flyer "bunt und solidarisch" 2017 (Pdf)

Unser Land verändert sich – leider nicht zum Guten

924 Anschläge auf Flüchtlingsheime hat das Bundeskriminalamt 2015 gezählt. Von 21.933 rechtsextremistischen Straftaten, davon 1.408 Gewalttaten (42 % mehr als 2014) im letzten Jahr spricht der Verfassungsschutz. In sozialen Netzwerken und auf der Straße wird gegen Flüchtlinge und Muslime gehetzt. Minderheiten und politische Gegner werden pauschal verdächtigt, beleidigt und diffamiert. Die rechtspopulistische AfD provoziert und polarisiert – und zieht in die Parlamente ein. Islamistisch motivierte Anschläge, schutzsuchende Flüchtlinge, Kriege und eine unsichere wirtschaftliche Zukunft führen bei vielen Menschen zu einem Klima der Angst.

Bunt und solidarisch – gemeinsam geht es besser

ver.di steht für eine Gesellschaft ohne Angst. Wir unterstützen Menschen aus anderen Ländern, die bei uns Zuflucht suchen bei der Integration. Eine Verschärfung des innenpolitischen Klimas, gesetzgeberische Schnellschüsse und Wahlkämpfe zu Lasten von Migrantinnen und Migranten lehnen wir ab. Das Asylrecht ist für uns ein hohes Gut. Unsere Mitglieder arbeiten in Kitas, Wohlfahrtsverbänden, Kommunen und Jobcentern tagtäglich daran, ein gemeinsames und friedliches Zusammenleben zu ermöglichen. Zusammen mit tausenden Freiwilligen organisieren sie Unterbringung, Sprachkurse, Kinderbetreuung, Zugänge zu Schule und Ausbildung für die Jugendlichen und Arbeit für die Erwachsenen. In ver.di arbeiten wir solidarisch zusammen: Frauen und Männer, Deutsche und Nichtdeutsche, Junge und Alte. Das sind positive Zeichen – für mehr Gemeinsamkeit, für Unterstützung und für Solidarität.

Für Integration, Ausbildung und Arbeit

Deutschland geht es nicht schlecht. Die offizielle Arbeitslosenquote ist vergleichsweise niedrig, Wachstum und Wohlstand steigen, die Wirtschaft sucht Fachkräfte und Azubis. Der Staat hat immer mehr Steuereinnahmen und baut Schulden ab. Aber: Der Wohlstand ist sehr ungerecht verteilt. Wer wenig hat, kommt nicht weiter und wer viel hat, wird immer reicher. Für viele Menschen reicht ihre Rente nicht zum Leben, Langzeitarbeitslose bekommen keinen Job und viel zu viele Kinder müssen von Hartz IV leben. Gerecht ist das nicht, gerecht geht anders. Deswegen fordern wir bessere Renten, mehr Hartz IV, mehr Steuergerechtigkeit und vor allem höhere Löhne für alle! Über diese Flüchtlinge spricht kaum jemand: Steuerflüchtlinge! Wer eine Ausbildung erfolgreich beendet, soll in einen festen Job übernommen werden. Jugend braucht Zukunft, nur so wird sie auch in die Gesellschaft integriert.

Sie wollen mehr wissen? Sie wollen aktiv mitmischen?

An wen kann man sich wenden:

Kontakt zu ehrenamtlich tätigen Gruppen zur Unterstützung von Geflüchteten

Flüchtlingsrat Niedersachsen: www.nds-fluerat.org


Rat und Infos zu Rechtsextremismus

Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt ( ARUG):

www.arug-zdb.de


Aktiv gegen rechts »Mach meinen Kumpel nicht an!«

www.gelbehand.de


Mitmachen in einer Gewerkschaft

Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, www.nds-bremen.verdi.de 

DGB Niedersachsen, www.niedersachsen.dgb.de 


Ehrenamtlich tätig werden

Freiwilligenserver Niedersachsen

www.freiwilligenserver.de


Linksammlung von Initiativen gegen Rechtsextremismus der Bundeszentrale für politische Bildung:

www.bpb.de/politik